War­um Saar­län­nisch kei­ne Ber­ge ver­setzt

GLOSSE

Saarbruecker Zeitung - - STANDPUNKT - VON DIET­MAR KLOSTERMANN

Seit lan­gem gei­ßelt SaarLinks­frak­ti­ons­chef Os­kar La­fon­tai­ne die man­geln­de Durch­set­zungs­kraft der bei­den Saar­län­der im Ka­bi­nett von An­ge­la Mer­kel. Doch er soll­te die Peit­sche bes­ser weg­le­gen. Denn der gest­ri­ge „In­ter­na­tio­na­le Tag der Mun­d­art“be­wies: Mer­kel ver­steht es schlicht nicht, wenn ihr Jus­tiz- und ihr Kanz­ler­amts­mi­nis­ter of­fe­ne Saar-Fra­gen an­spre­chen. Denn Hei­ko Maas und Pe­ter Alt­mai­er re­den saar­län­disch. Wenn Maas an­hebt „Ei mir hann de Flemm!“und Alt­mai­er nach­legt „Unn isch hann de Freck!“, muss Mer­kel den Goog­le-Über­set­zer in ih­rem NSAHan­dy an­schal­ten – doch die Fra­ge­zei­chen blei­ben. So ver­teilt die Kanz­le­rin dann mit­lei­di­ge Strei­chel­ein­hei­ten an die wa­cke­ren Män­ner des fer­nen Grenz­volks. Und hat an­sons­ten nur ein paar Bro­sa­men für sie üb­rig. Die 14,5 Mil­li­ar­den Eu­ro Saar-Schul­den aber tür­men sich wei­ter auf. Zu ei­nem Schul­den-Ge­bir­ge, das bald so hoch ist, dass selbst die Saar-Flach­län­der zu jo­deln be­gin­nen: „Ho­le­ra-Du-Mer­kel-Dö!“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.