Wei­her fast mit Schmutz­was­ser ge­flu­tet

Weil ein Ka­nal­de­ckel dem Was­ser­druck nicht stand­hielt, muss­te der Asch­bach­wei­her mit Pum­pen ge­schützt wer­den.

Saarbruecker Zeitung - - REGIONALVERBAND - VON FRANK BREDEL Spre­che­rin des Ent­sor­gungs­ver­ban­des Saar

GERS­WEI­LER Der Asch­bach­wei­her an der Warndt­stra­ße zwi­schen Ot­ten­hau­sen und dem Ost­schacht und Neu-Asch­bach ge­le­gen, ist ein klei­nes Ge­wäs­ser und meist nur Ein­hei­mi­schen be­kannt. In der letz­ten Wo­che wä­re er um ein Haar mit Schmutz­was­ser aus der Ka­na­li­sa­ti­on über­flu­tet wor­den, An­woh­ner rie­fen die Feu­er­wehr, als sie die schmut­zi­ge Fracht aus ei­nem Ka­nal­schacht her­aus­lau­fen sa­hen. Der Ein­satz rief die Spe­zia­lis­ten

„Durch den ho­hen Druck

lös­te sich ein Be­ton­schacht­ring, wo­durch es dann zum

Aus­tritt von Schmutz­was­ser kam.“

Ma­ri­an­ne Leh­mann des Ent­sor­gungs­ver­ban­des Saar auf den Plan, die nun in ei­ner Ant­wort auf ei­ne An­fra­ge un­se­rer Zei­tung er­läu­tert ha­ben, was in Gers­wei­ler ge­sche­hen ist. Ma­ri­an­ne Leh­mann, Spre­che­rin des EVS, be­stä­tig­te den Vor­fall: „Es han­del­te sich hier nicht um ei­nen Rohr­bruch, son­dern um ei­nen De­fekt am vor­ge­la­ger­ten Dros­sel­bau­werk. Es war ein Stahl­seil an der Dros­sel­me­cha­nik ge­ris­sen, das die Durch­fluss­men­ge des Schmutz­was­sers be­grenzt. Durch die zu­vor star­ken Re­gen­fäl­le kam es so zu ei­ner voll­stän­di­gen Öff­nung der Dros­sel, wo­durch ein zu ho­her Stau­druck im Ka­nal ent­stand.“Der Ka­nal ha­be dem Druck stand­ge­hal­ten, das Was­ser ha­be sich al­ler­dings ei­nen an­de­ren Weg ge­sucht.„Durch den ho­hen Druck lös­te sich ein Be­ton­schacht­ring un­ter­halb ei­nes druck­dich­ten Ka­nal­de­ckels, wo­durch es dann zum Aus­tritt von Schmutz­was­ser kam.“Das Was­ser ström­te aus dem Ka­nal und er­goss sich letzt­lich in ei­nen ge­schot­ter­ten Wald­weg na­he des Asch­bach­wei­hers. Der EVS weist al­ler­dings dar­auf hin, dass der Asch­bach­wei­her kein Ba­de­ge­wäs­ser sei, son­dern ein vom Lan­des­amt für Um­welt und Ar­beits­schutz ge­neh­mig­tes Ab­schlags­bau­werk des Haupt­ka­nals. In­so­fern sei bei ex­tre­men Wet­ter­la­gen durch­aus mit Zu­lauf von Schmutz­was­ser zu rech­nen.

Dies­mal sei der Wei­her aber nur ge­ring be­trof­fen ge­we­sen. Leh­mann: „Der Wei­her hat kei­nen Scha­den er­lit­ten. Oh­ne­hin hat­te sich das Schmutz­was­ser zu 90 Pro­zent in die vom Wei­her ab­ge­wand­te Sei­te ver­la­gert. Das aus­ge­tre­te­ne Schmutz­was­ser wie auch die Ve­r­un­rei­ni­gun­gen wur­den um­ge­hend mit ei­nem Sau­gfahr­zeug ent­fernt und der De­fekt des Dros­sel­bau­werks be­ho­ben.“

Nun ste­hen Sa­nie­rungs­ar­bei­ten an. Durch die Re­pa­ra­tur des Dros­sel­bau­werks kön­ne sich der jetzt er­eig­ne­te Zwi­schen­fall nicht wie­der­ho­len.

FOTO: BE­CKER&BREDEL

Der Asch­bach­wei­her bei Gers­wei­ler wä­re fast mit Schmutz­was­ser ge­flu­tet wor­den.

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