LBS Saar will vor­erst nicht kün­di­gen

Saarbruecker Zeitung - - NEWS -

SAAR­BRÜ­CKEN (jwo) Die Lan­des­bau­spar­kas­se Saar (LBS Saar) will auch nach dem Ur­teil des Bun­des­ge­richts­hofs (BGH) vor­erst kei­ne hoch­ver­zins­ten Bau­spar-Alt­ver­trä­ge kün­di­gen. Wir wer­den jetzt erst­mal das Ur­teil des Bun­des­ge­richts­hofs prü­fen und dann über wei­te­re Schrit­te ent­schei­den“, sag­te LBSChef Dirk Hoff­mann. Am Di­ens­tag hat­te der BGH ent­schie­den, dass Bau­spar­kas­sen Ver­trä­ge kün­di­gen kön­nen, wenn die so­ge­nann­te Zu­tei­lungs­rei­fe be­reits seit zehn oder mehr Jah­ren er­reicht ist (AZ: XI ZT 185/16 u.a.). Die Zu­tei­lungs­rei­fe be­zeich­net den Zeit­punkt, ab dem ein Bau­spa­rer An­spruch auf ein Dar­le­hen hat. Un­strit­tig war bis­her, dass über­spar­te Ver­trä­ge ge­kün­digt wer­den kön­nen, bei de­nen die an­ge­spar­te Sum­me die Bau­spar­sum­me über­steigt. Die­se hat­te auch die LBS Saar in der Ver­gan­gen­heit ge­kün­digt.

Hoff­mann be­grüßt das BGH-Ur­teil, weil es „den Sinn des Bau­spa­rens noch ein­mal klar­ge­stellt hat“. Das Ziel sei, güns­ti­ge Kre­di­te zum Bau­en zu si­chern. Trotz­dem will er sich heu­te noch nicht fest­le­gen, ob auch die LBS Saar Ver­trä­ge kün­di­gen will, die nur we­gen der ho­hen Zin­sen von den Kun­den ge­hal­ten wer­den. „Be­triebs­wirt­schaft­lich wä­re das für uns na­tür­lich ei­ne Ent­las­tung, aber es zäh­len ja auch an­de­re Fak­to­ren bei ei­ner sol­chen Ent­schei­dung“, sagt er.

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