Ver­brau­cher­schüt­zer kri­ti­sie­ren Ama­zons Spen­den­por­tal

Saarbruecker Zeitung - - NEWS -

DÜS­SEL­DORF (red) Seit En­de ver­gan­ge­nen Jah­res kön­nen Nut­zer auf der Am­zon-Platt­form Smi­le beim Ein­kauf spen­den. 0,5 Pro­zent der Ein­kaufs­sum­me kom­men ei­ner zu­vor ge­wähl­ten wohl­tä­ti­gen Or­ga­ni­sa­ti­on zu Gu­te. Wer für ka­ri­ta­ti­ve Zwe­cke spen­den möch­te, sei häu­fig je­doch bes­ser be­ra­ten, wenn er Ein­kauf und Spen­de tren­ne, wie die Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rhein-West­fa­len be­rich­tet.

Bei ei­ner Stich­pro­be ha­ben die Ver­brau­cher­schüt­zer 25 Schnäpp­chen an­de­rer An­bie­ter mit den Prei­sen bei Ama­zon ver­gli­chen. Da­bei sei auf­ge­fal­len, dass die Prei­se bei Ama­zon häu­fig hö­her wa­ren. Bei ei­ner Ge­s­amt-Sum­me von 8025 Eu­ro ha­be der Spen­den­an­teil bei Ama­zon Smi­le ge­ra­de ein­mal 40,12 Eu­ro be­tra­gen, so die Ver­brau­cher­schüt­zer. Wer die glei­chen Pro­duk­te bei an­de­ren An­bie­tern kau­fen wür­de, kä­me da­ge­gen mit 6541 Eu­ro und kön­ne so­mit 1484 Eu­ro spen­den. Die Spen­de hät­te so­mit fast 37-mal hö­her aus­fal­len kön­nen. Wer Prei­se ver­schie­de­ner An­bie­ter ver­glei­che und un­ab­hän­gig vom Ein­kauf spen­de, kön­ne deut­lich mehr für ei­ne gu­te Sa­che auf­brin­gen.

Die Un­ter­schie­de fie­len auch bei Ein­zel­be­stel­lun­gen ins Ge­wicht, so die Ver­brau­cher­schüt­zer. Ein Smart-TV et­wa, das bei Ama­zon Smi­le für 1200 Eu­ro an­ge­bo­ten wur­de, brin­ge ei­ne Spen­de von sechs Eu­ro. Bei der Kon­kur­renz ha­be es das Ge­rät 200 Eu­ro güns­ti­ger ge­ge­ben.

Die Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rhein-West­fa­len hat­te nach ei­ge­nen Angaben be­reits vor Jah­ren acht ähn­lich kon­zi­pier­te Spen­den-Ein­kaufspor­ta­le im In­ter­net un­ter die Lu­pe ge­nom­men. Bei je­ner Über­prü­fung sei­en die Ver­brauch­schüt­zer auf das glei­che Pro­blem ge­sto­ßen. Und das, ob­wohl die Por­ta­le im Check mehr Aus­schüt­tung für gu­te Zwe­cke bo­ten als Ama­zon Smi­le. Je nach An­bie­ter soll­ten bis zu 25 Pro­zent des Ge­samt­prei­ses ge­spen­det wer­den. Aber auch nach die­ser Über­prü­fung lau­te­te der Rat der Ver­brau­cher­zen­tra­le, Ein­kauf und Spen­de bes­ser zu tren­nen.

Ei­ne Aus­nah­me von die­ser Emp­feh­lung soll­ten sich nur Kun­den er­lau­ben, die stets Prei­se ver­glei­chen. Denn wo Ama­zon tat­säch­lich das güns­tigs­te An­ge­bot prä­sen­tie­re, kön­ne via Smi­le ohne Be­den­ken ein­ge­kauft wer­den.

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