Ein ech­ter Sa­né-Tag für Man­ches­ter Ci­ty

Der frü­he­re Schal­ker ist beim un­fass­ba­ren 5:3-Spek­ta­kel ge­gen Mo­na­co der bes­te Spie­ler der Par­tie.

Saarbruecker Zeitung - - SPORT - VON PHI­LIP DETHLEFS

MAN­CHES­TER (dpa) Le­roy Sa­né brach­te es auf den Punkt. „Was für ein ver­rück­ter Abend“, twit­ter­te der Ex-Schal­ker, der nach dem spek­ta­ku­lä­ren 5:3 von Man­ches­ter Ci­ty ge­gen den fran­zö­si­schen Spit­zen­rei­ter AS Mo­na­co in den bri­ti­schen Me­di­en ge­fei­ert wur­de. Vie­le Zu­schau­er konn­ten kaum glau­ben, was sich zu­vor auf dem Platz ab­ge­spielt hat­te. „Nur um es klar­zu­stel­len: Es ist wirk­lich pas­siert“, teil­te Man Ci­ty si­cher­heits­hal­ber am Mor­gen da­nach mit. Dass die Mann­schaft beim Stand von 2:3 noch der­art ein­drucks­voll zu­rück­kom­men wür­de, hat­te wohl nie­mand er­war­tet.

Sa­né hat­te mit der Vor­la­ge zum 1:0 und sei­nem Tor zum End­stand maß­geb­li­chen An­teil am Spek­ta­kel und wur­de fol­ge­rich­tig zum „Spie­ler der Par­tie“ge­wählt. „Sen­sa­tio­nel­ler Sa­né ist nicht zu stop­pen“, schrieb die Zei­tung „Man­ches­ter Eve­ning News“und be­zeich­ne­te ihn als „bes­ten Ein­kauf des Som­mers“.

Ne­ben Sa­né war Ser­gio Agüe­ro mit sei­nem Dop­pel­pack ei­ner der Ge­win­ner des Abends. Der Ar­gen­ti­ni­er war bis zur Ver­let­zung von Neu­zu­gang Ga­b­ri­el Je­sus nur noch zwei­te Wahl un­ter Trai­ner Pep Guar­dio­la und galt be­reits als Kan­di­dat für ei­nen Wech­sel im Som­mer. „Es war im­mer mei­ne Ab­sicht, hier zu blei­ben“, be­kräf­tig­te Agüe­ro jetzt. Die Ent­schei­dung lä­ge je­doch nicht bei ihm.

Dass auch ein Tor­wart nach drei Ge­gen­to­ren in ei­nem Spiel gut ge­launt ist, kommt in der Re­gel sel­ten vor. Wil­ly Ca­bal­le­ro war am Di­ens­tag ei­ne die­ser Aus­nah­men. Der Ci­ty-Schluss­mann hat­te vor dem Spiel vor Fal­cao ge­warnt und wur­de trotz­dem zwei­mal von Mo­na­cos Stür­mer­star über­wun­den. Al­ler­dings pa­rier­te Ca­bal­le­ro auch ei­nen Straf­stoß von Fal­cao und hielt Man­ches­ter so im Spiel. „Wir müs­sen das jetzt ge­nie­ßen“, sag­te der Tor­hü­ter.

Sein Trai­ner hat­te Mü­he, die Par­tie in Wor­te zu fas­sen. „Ich weiß nicht. Es ist so viel pas­siert“, stam­mel­te Pep Guar­dio­la nach dem Spiel. „Es war ein Auf und Ab.“Dass Mo­na­co er­neut er­heb­li­che Schwä­chen in der Ci­ty-De­fen­si­ve auf­ge­deckt hat­te, är­ger­te den ehe­ma­li­gen Bay­ern-Trai­ner na­tür­lich. Um­so er­leich­ter­ter war Guar­dio­la, dass sei­ner Mann­schaft die Wen­de ge­lun­gen war: „Ich bin ein­fach glück­lich über das Er­geb­nis. Wir le­ben noch.“

Die Marsch­rou­te für das Rück­spiel in drei Wo­chen gab der Trai­ner auch schon aus. „Wir den­ken nur an An­griff“, kün­dig­te er beim TV-Sen­der BT Sport an. „An­griff, An­griff, An­griff.“Dass der ZweiTo­re-Vor­sprung im Fürs­ten­tum schnell auf­ge­braucht sein kann, soll­te bei Man Ci­ty al­len klar sein. Mo­na­co schießt in die­ser Sai­son von al­len Teams der eu­ro­päi­schen Top­li­gen durch­schnitt­lich die meis­ten To­re pro Spiel. Mit Blick aufs Rück­spiel warn­te Guar­dio­la des­halb: „Wenn wir in Mo­na­co nicht tref­fen, sind wir drau­ßen.“

FO­TO: IM­A­GO

Le­roy Sa­né be­rei­te­te in ei­nem mit­rei­ßen­den Spiel das 1:0 vor und sorg­te schließ­lich für den 5:3-End­stand. Links freut sich Pa­blo Za­ba­l­eta.

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