Ei­ne schau­der­haf­te Er­kennt­nis

Saarbruecker Zeitung - - FERNSEHEN -

Seit dem Amts­an­tritt von Do­nald Trump hört man den Be­griff „Fa­ke-News“ge­fühlt min­des­tens ein­mal täg­lich in den Me­di­en. Doch wor­an er­kennt man in Zei­ten, in de­nen das In­ter­net von Un­men­gen an Fal­sch­mel­dun­gen durch­zo­gen ist, was wirk­lich stimmt? Der Bei­trag „Im Netz der Lü­gen“(ges­tern, 23.45 Uhr, ARD) mach­te es sich zur Auf­ga­be, die­se Fra­ge zu be­ant­wor­ten – mit ei­ner schau­der­haf­ten Er­kennt­nis. Denn an­hand ver­schie­de­ner Bei­spie­le wur­de ge­zeigt, wie schwie­rig es sein kann, ei­ne Fal­sch­mel­dung als sol­che zu ent­zif­fern. Hier mach­te Claus Ha­nisch­dör­fer, der für den Film ver­ant­wort­lich zeich­ne­te, klar, dass es in ers­ter Li­nie an den Men­schen selbst liegt, ei­ne Nach­richt kri­tisch zu be­trach­ten. Die­se The­se wur­de von ver­schie­de­nen Ex­per­ten un­ter­stützt, die ih­re Mei­nung zu dem The­ma dif­fe­ren­ziert an­brach­ten. An­de­rer­seits kann schon ei­ne kur­ze Re­cher­che hel­fen, be­stimm­te Bei­trä­ge auf ih­ren Wahr­heits­ge­halt zu prü­fen. Dass dies aber nicht je­der tut, zeig­te das Bei­spiel ei­nes NPD-Po­li­ti­kers, der ei­ne „Fa­ke News“über so­zia­le Netz­wer­ke teil­te, die sich dar­auf­hin ra­send schnell ver­brei­te­te. Die­ses Pro­blem in den Griff zu be­kom­men, scheint an­ge­sichts der Men­ge an neu­en Mel­dun­gen aus­sichts­los. Das hin­ter­ließ ei­nen bit­te­ren Nach­ge­schmack, reg­te aber da­zu an, sich sei­ner Ver­ant­wor­tung be­wusst zu wer­den.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.