Be­trie­be un­ter­schät­zen die Ge­fahr im Netz

Saarbruecker Zeitung - - INTERNET -

(afp) Nur drei von hun­dert deut­schen Un­ter­neh­men sind nach Ein­schät­zung des Tüv aus­rei­chend vor Ha­cker­an­grif­fen ge­schützt. „Es ist viel Zeit ver­gan­gen, in der zu we­nig pas­siert ist“, sagt Dirk Kretz­sch­mar vom Tüv Nord. Wäh­rend Ha­cker im­mer pro­fes­sio­nel­ler wür­den, hät­ten vie­le Fir­men nicht ein­mal die not­wen­digs­ten Maß­nah­men ge­trof­fen, um sich zu ver­tei­di­gen, kri­ti­sier­te Kretz­sch­mar.

Un­ter­neh­men wüss­ten bei­spiels­wei­se oft nicht, wel­che Di­enst­leis­tun­gen oder Ge­schäfts­be­rei­che sie be­son­ders schüt­zen müs­sen und wie sie An­grif­fen bes­ser vor­beu­gen kön­nen, sag­te der Lei­ter der Tü­vNord-Com­pu­ter­spar­te. „Lei­der ha­ben vie­le Un­ter­neh­men bis heu­te kei­ne Ant­wort dar­auf.“Bis in die Füh­rungs­eta­gen hin­ein feh­le das Ver­ständ­nis da­für, wel­che Ge­fah­ren durch das In­ter­net und die da­mit ver­bun­de­ne Ver­net­zung dro­hen. Dem Bran­chen­ver­band Bit­kom zu­fol­ge ver­ur­sa­chen Cy­ber­an­grif­fe in Deutsch­land jähr­lich ei­nen Scha­den in Hö­he von 55 Mil­li­ar­den Eu­ro. Ex­per­ten se­hen vor al­lem die Ver­net­zung von Un­ter­neh­men mit Di­enst­leis­tern, die sen­si­ble Kun­den­da­ten spei­chern, kri­tisch. „Das ist ein rie­si­ges Ein­falls­tor für Cy­ber­an­grif­fe“, so Kretz­sch­mar.

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