Fast aus­sichts­los, aber über­zeu­gend

KOM­MEN­TAR

Saarbruecker Zeitung - - POLITIK -

Die SPD ist nicht schlecht auf­ge­stellt. Ihr Pro­gramm ist über­zeu­gend so­zi­al und so so­li­de, dass es ei­ne brei­te Mit­te an­spre­chen kann. Kan­di­dat und Pro­gramm pas­sen zu­sam­men. Die Par­tei wirkt ge­schlos­sen und mo­ti­viert wie lan­ge nicht mehr. Und trotz­dem nur 23 Pro­zent, am En­de viel­leicht 25 Pro­zent. Die „klei­nen Leu­te“wäh­len nicht mehr au­to­ma­tisch so­zi­al­de­mo­kra­tisch. Au­ßer­dem gibt es im lin­ken La­ger an­ders als auf der rech­ten Sei­te ei­ne Zer­split­te­rung in drei Par­tei­en, SPD, Grü­ne und Lin­ke, die den So­zi­al­de­mo­kra­ten die Chan­ce nimmt, Kanz­ler­par­tei zu wer­den. Die wirt­schaft­li­che und so­zia­le La­ge des Lan­des ist nicht so, dass ein po­li­ti­scher Wech­sel drän­gen wür­de. Die meis­ten ha­ben ent­we­der das Ge­fühl, dass es mit An­ge­la Mer­kel gut läuft, oder dass es mit ei­nem an­de­ren Kanz­ler nicht bes­ser wä­re. Der Wind wird sich aber spä­tes­tens dann dre­hen, wenn Mer­kel ab­tritt und ei­ne kopf­lo­se, ent­kern­te CDU hin­ter­lässt. Dar­auf ist die SPD gut vor­be­rei­tet.

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