Ein gül­ti­ges Vi­sum ist kei­ne Ga­ran­tie

Saarbruecker Zeitung - - REISE -

(dpa) Es gibt nicht mehr vie­le Län­der, für die sich deut­sche Tou­ris­ten noch vor der Abrei­se ein Vi­sum zur Ein­rei­se be­sor­gen müs­sen. Und wenn der Sicht­ver­merk den Rei­se­pass ziert, steht dem Ur­laub von be­hörd­li­cher Sei­te aus nichts mehr im We­ge. Oder doch? Ga­ran­tiert ein gül­ti­ges Vi­sum in je­dem Fall die Ein­rei­se in ein Land? Alex­an­der Braun vom Vi­sa Dienst Bonn stellt klar: „Wer ein gül­ti­ges Vi­sum im Rei­se­pass oder in elek­tro­ni­scher Form hat, der kann da­mit in al­ler Re­gel die Rei­se an­tre­ten.“

Aber: Die Ent­schei­dung über die Ein­rei­se trifft grund­sätz­lich im­mer der dienst­ha­ben­de Grenz­be­am­te am Ziel­ort. Das gilt welt­weit. „Das Vi­sum be­rech­tigt zur Rei­se zum Ziel­ort, aber nicht zur Ein­rei­se.“Nach Aus­sa­ge des Vi­sum­ex­per­ten kann es be­grün­de­te, aber auch nicht nach­voll­zieh­ba­re Ur­sa­chen ha­ben, dass ein Grenz­be­am­ter trotz Vi­sums die Ein­rei­se ver­wei­gert. Denk­bar sind: Zwei­fel an der Echt­heit des Vi­sums oder am Wahr­heits­ge­halt der An­ga­ben bei der Vi­sums­be­an­tra­gung, ei­ne Ve­rän­de­rung der po­li­ti­schen Si­tua­ti­on im Zi­el­land oder ein un­an­ge­mes­se­nes Ver­hal­ten des Rei­sen­den.

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