Was­ser­rah­men­richt­li­nie der Eu­ro­päi­schen Uni­on

Saarbruecker Zeitung - - Zeitung Fur Saarbrucken -

Die Eu­ro­päi­sche Uni­on (EU) hat im Jahr 2000 ih­ren Mit­glieds­staa­ten auf­ge­ge­ben, al­le Ge­wäs­ser bis 2015 in ei­nen „gu­ten Zu­stand“zu brin­gen. Nur aus­nahms­wei­se ge­stat­tet sie in ih­rer Was­ser­rah­men­richt­li­nie (WRRL) ei­ne Frist­ver­län­ge­rung bis 2027.

Die WRRL ist kein zahn­lo­ser Ap­pell ans öko­lo­gi­sche Ge­wis­sen. Son­dern ei­ne bin­den­de Vor­schrift, bei Ver­stö­ßen mit Stra­fen be­wehrt. Da­bei gilt der Grund­satz, dass Ver­schlech­te­run­gen der Ge­wäs­ser­gü­te streng ver­bo­ten und Ver­bes­se­run­gen Pflicht sind. Da­mit sich das ob­jek­tiv mes­sen lässt, de­fi­niert die WRRL ex­akt, was den „gu­ten Zu­stand“von Ge­wäs­sern aus­macht, und sie gibt Be­wer­tungs-Kri­te­ri­en vor. Pa­ra­me­ter für die öko­lo­gi­sche Qua­li­tät von Ge­wäs­sern sind: Was­ser­pflan­zen und der Be­wuchs des Ge­wäs­ser­bo­dens; Winz-Le­be­we­sen wie Bak­te­ri­en, Ein­zel­ler, Gei­ßel­tier­chen; Klein­ge­tier wie Mu­scheln, Schne­cken, Kreb­se, In­sek­ten­lar­ven; und Fische. Au­ßer­dem flie­ßen die Was­ser-Che­mie und der Zu­stand des Fluss- oder Bach­bet­tes ein.

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