Un­fall: Wann man die Po­li­zei ru­fen muss

Saarbruecker Zeitung - - MOTOR -

Nach ei­nem Ver­kehrs­un­fall sind die Be­tei­lig­ten nicht grund­sätz­lich ver­pflich­tet, die Po­li­zei zu ru­fen. „Die Po­li­zei muss nicht hin­zu­ge­zo­gen wer­den, wenn al­le an dem Un­fall Be­tei­lig­ten da­mit ein­ver­stan­den sind“, er­klärt Rechts­an­walt Swen Wa­len­tow­ski, Spre­cher der deut­schen Ver­kehrs­rechts­an­wäl­te. „Hin­ge­gen muss die Po­li­zei alar­miert wer­den, wenn es bei ei­nem Un­fall Schwer­ver­letz­te oder gar To­te gibt.“Dann sei es für die Be­tei­lig­ten meist nicht mög­lich, die not­wen­di­gen Fak­ten zu sam­meln, vor al­lem, wenn es um den Un­fall­her­gang und die Fra­ge der Ver­ant­wor­tung ge­he. „Ist es nur zu leich­ten Ver­let­zun­gen ge­kom­men, kön­nen die Ver­letz­ten ent­schei­den, ob sie die Po­li­zei ein­schal­ten wol­len“, sagt Wa­len­tow­ski.

Wenn ei­ner der Un­fall­be­tei­lig­ten die Po­li­zei ru­fen wol­le, kön­ne er das in je­dem Fall tun. Das gel­te auch, wenn es nur zu Blech­scha­den ge­kom­men sei. Die an­de­ren Be­tei­lig­ten müss­ten dann war­ten, bis die Be­am­ten da sind. Egal, ob man die Po­li­zei nach ei­nem Un­fall hin­zu­zie­hen muss oder nur si­cher­heits­hal­ber ruft, be­zah­len muss man den Ein­satz nicht.

Ist zum Bei­spiel bei ei­nem Par­kremp­ler ei­ne der Un­fall­par­tei­en nicht an­we­send, muss der Ver­ur­sa­cher eben­falls die Po­li­zei ru­fen. „Der Un­fall­ver­ur­sa­cher muss erst ei­ne an­ge­mes­se­ne Zeit auf den an­de­ren Be­tei­lig­ten war­ten und sich dann an die Po­li­zei wen­den“, er­läu­tert Swen Wa­len­tow­ski.

Nach ei­nem Ver­kehrs­un­fall muss man al­so in je­dem Fall die Po­li­zei ru­fen, wenn es To­te oder Ver­letz­te gibt, ei­ner der Be­tei­lig­ten dies wünscht oder ein Be­trof­fe­ner nicht zur Stel­le ist.

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