Ver­an­stal­ter weist auf Bau­lärm hin: Kein Rei­se­man­gel

Saarbruecker Zeitung - - REISE -

(dpa) Weist ein Ver­an­stal­ter vor Rei­se­be­ginn auf Bau­lärm hin, kann der Ur­lau­ber spä­ter nicht we­gen des Krachs den Rei­se­preis min­dern, ur­teil­te das Amts­ge­richt München (Az.: 159 C 9571/ 15). Dar­auf macht die Deut­sche Ge­sell­schaft für Rei­se­recht in der Fach­zeitschrift „Rei­se­Recht ak­tu­ell“auf­merk­sam. In dem ver­han­del­ten Fall hat­te der Klä­ger ei­nen Ur­laub nach Abu Dha­bi ge­bucht. In der Bu­chungs­be­stä­ti­gung wies der An­bie­ter dar­auf hin, dass ein Teil des Stran­des sa­niert wird. Es kön­ne zu „Lärm- und Sicht­be­läs­ti­gun­gen“kom­men. Tat­säch­lich stell­te der Ur­lau­ber vor Ort fest, dass auf ei­nem Teil des ho­tel­ei­ge­nen Stran­des Bau­ar­bei­ten mit schwe­ren Ge­rä­ten durch­ge­führt wur­den. Er zeig­te dies als Man­gel an. Der Lärm sei un­er­träg­lich und auch im Zim­mer un­über­hör­bar ge­we­sen. Der Ver­an­stal­ter ver­wies auf den Hin­weis in den Rei­se­un­ter­la­gen.

Vor Ge­richt hat­te der Klä­ger kei­nen Er­folg. Die Sach­la­ge und auch das Aus­maß der Bau­ar­bei­ten sei­en hin­rei­chend dar­ge­stellt wor­den, so das Ur­teil. Der An­bie­ter ha­be dem Kun­den früh­zei­tig die Mög­lich­keit ein­ge­räumt, um­zu­bu­chen.

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