Der Al­tar ist äl­ter als die Ka­pel­le

Saarbruecker Zeitung - - SZ-EXTRA MOMENTE - Pro­duk­ti­on die­ser Seite: Michaela Hein­ze Pe­ter Se­ring­haus

(rk) Die heu­ti­ge Mar­kus­ka­pel­le im Mett­la­cher Orts­teil We­hin­gen hat ei­ne Vor­gän­ger­ka­pel­le, die be­reits 1729 er­wähnt wur­de. Dar­auf weist Dr. Ben­no Kö­nig in sei­nem Buch „Ka­pel­len im Saar­land“hin. Die Ka­pel­le war je­doch maro­de, so dass 1773 auf ih­rem Fun­da­ment das jet­zi­ge Got­tes­haus ent­stand. Laut We­hin­ger Schul­chro­nik be­kam die Ka­pel­le 1922 ei­nen Bil­der­kreuz­weg. Ei­ne klei­ne Glo­cke, die im Ers­ten Welt­krieg be­schlag­nahmt wur­de, kam nach dem Krieg wie­der zu­rück und wur­de 1953 durch ei­ne neue er­setzt. Als das „Herz­stück der Ka­pel­le“be­zeich­net Kö­nig den Al­tar, an dem sich die „Be­für­wor­ter des Ba­rocks so­wohl an sei­ner Gestal­tung als auch sei­ner Farb­kom­bi­na­ti­on in Ver­bin­dung mit reich­lich Blatt­gold er­freu­en kön­nen“. Als Jahr der Ein­wei­hung des Al­tars wird laut Kö­nig 1707 an­ge­ge­ben. Da­mals soll der Al­tar der Ab­tei St. Sixt in Freis­dorf oder der Ab­tei Zum Hei­li­gen Kreuz in Bu­sen­dorf ge­hört ha­ben. Auf der lin­ken Seite des Al­tars steht auf ei­ner Kon­so­le der Schutz­hei­li­ge der Ka­pel­le, der Evan­ge­list Mar­kus. Rechts ist die Sta­tue des hei­li­gen Bi­schofs Hu­ber­tus zu se­hen.

FO­TO: RAIMUND KLÄSER

Mar­kus­ka­pel­le

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