Fi­pro­nil-Skan­dal: Je­der Vier­te hat kei­ne Lust mehr auf Eier

Saarbruecker Zeitung - - PANORAMA -

(dpa) Je­der vier­te Er­wach­se­ne in Deutsch­land isst we­gen des Fi­pro­nil-Skan­dals we­ni­ger Eier als zu­vor oder ver­zich­tet ganz auf den Ver­zehr – auch wenn das Ri­si­ko aus Ex­per­ten­sicht ge­ring ist. 65 Pro­zent ste­hen dem The­ma ge­las­sen ge­gen­über und schrän­ken ih­ren Eier­kon­sum nicht ein, wie aus ei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven Um­fra­ge des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts YouGov her­vor­geht. 15 Pro­zent der Be­frag­ten ach­ten seit dem Nach­weis von Fi­pro­nil dar­auf, in wel­chem Land die Eier er­zeugt wur­den. Fast je­der Zwei­te hat dies auch schon vor­her ge­tan. Das In­sek­ti­zid Fi­pro­nil darf in der Ge­flü­gel­hal­tung nicht ver­wen­det wer­den. In ei­ner am Frei­tag­abend ver­öf­fent­lich­ten Be­wer­tung kommt das Bun­des­in­sti­tut für Ri­si­ko­be­wer­tung zu dem Schluss, dass ei­ne ge­sund­heit­li­che Ge­fähr­dung durch Fi­pro­nil-hal­ti­ge Mit­tel auch bei län­ger­fris­ti­gem Ver­zehr be­las­te­ter Le­bens­mit­tel aber „un­wahr­schein­lich“sei. In der Ve­te­ri­när­me­di­zin kommt der Stoff zum Schutz von Hun­den und Kat­zen vor Flö­hen, Läu­sen und Ze­cken zum Ein­satz.

Das Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um geht da­von aus, dass rund 10,7 Mil­lio­nen „mög­li­cher­wei­se mit Fi­pro­nil be­las­te­te Eier“aus den Nie­der­lan­den nach Deutsch­land ge­lie­fert wur­den.

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