Bier macht glück­lich

Saarbruecker Zeitung - - Standpunkt - VON PIA ROLFS

Um Miss­ver­ständ­nis­sen gleich vor­zu­beu­gen: Beim Ok­to­ber­fest, das heu­te star­tet, geht es na­tür­lich nur um die rei­ne Brauch­tums­pfle­ge. Aber ganz zu­fäl­lig stell­ten Wis­sen­schaft­ler ges­tern fest: Bier macht glück­lich. So un­ter­such­ten For­scher der Uni­ver­si­tät Erlangen-Nürn­berg 13 000 In­halts­stof­fe von Le­bens­mit­teln dar­auf, ob die­se das Be­loh­nungs­sys­tem im Ge­hirn ak­ti­vie­ren. Und rie­fen viel­leicht gleich­zei­tig „hicks“und „Heu­re­ka“! Denn be­son­ders ge­eig­net scheint da­für das im Bier ent­hal­te­ne Hor­de­nin. Der Na­me die­ses In­halts­stoffs er­in­nert an den Ge­nuss in der Hor­de, der beim Bier oft für noch mehr Glück sorgt. Er­zeugt doch der Bier­ge­nuss schnell ei­ne Grup­pe von Gleich­ge­sinn­ten. Ei­ne sol­che hieß frü­her „peer group“. Die­ser eng­li­sche Be­griff kann aber heu­te frei über­setzt wer­den mit „Bier-Gru­up“. Zu­min­dest wenn der Al­ko­hol­pe­gel stimmt und die ge­fühl­te Fremd­spra­chen­kennt­nis ra­sant zu­nimmt. In der Kom­bi­na­ti­on mit dem Ok­to­ber­fest macht Bier noch glück­li­cher. So kön­nen ei­ni­ge Be­su­cher beim Fei­ern im Zelt end­lich zwei Din­ge kom­bi­nie­ren, die sich im All­tag nur schwer ver­ein­ba­ren las­sen: Maß­hal­ten und trotz­dem Schaum vor dem Mund ha­ben.

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