Mehr Kin­der von Ar­mut be­droht

Saarbruecker Zeitung - - Politik -

BER­LIN (epd) Das Ar­muts­ri­si­ko von Kin­dern und Ju­gend­li­chen ist von 2010 bis 2015 um 1,5 Pro­zent­punk­te ge­stie­gen. Das geht aus dem neu­en Fa­mi­li­en­re­port der Bun­des­re­gie­rung her­vor, den das Fa­mi­li­en­mi­nis­te­ri­um am Frei­tag in Ber­lin ver­öf­fent­lich­te. Da­nach sind 19,7 Pro­zent der Kin­der und Ju­gend­li­chen ar­muts­ge­fähr­det. Die Zahl stammt aus dem Mi­kro­zen­sus von 2015. Fünf Jah­re zu­vor lag die Zahl noch bei 18,2 Pro­zent. Da­mit wach­sen der­zeit fast drei Mil­lio­nen Kin­der und Ju­gend­li­che un­ter schwie­ri­gen Be­din­gun­gen auf.

Das höchs­te Ar­muts­ri­si­ko ha­ben laut Be­richt Al­lein­er­zie­hen­de, neun von zehn sind Frau­en: 44 Pro­zent gel­ten als ar­muts­ge­fähr­det. Zum Ver­gleich: Bei Paar­fa­mi­li­en sind es zehn Pro­zent.

Für El­tern mit drei oder mehr Kin­dern aber steigt das Ar­muts­ri­si­ko auf 25 Pro­zent. Als arm gilt ein Haus­halt, der we­ni­ger als 60 Pro­zent des mitt­le­ren Ein­kom­mens zur Ver­fü­gung hat.

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