Ach, Ro­si: Lo­cke­re Spi­der Mur­phy Gang

Saarbruecker Zeitung - - Kultur - Pro­duk­ti­on die­ser Sei­te: Chris­toph Schrei­ner To­bi­as Keß­ler

NEUN­KIR­CHEN (se­di) Es wim­melt ja heu­te nur so von Rock-Opas auf den Büh­nen. Wenn dann aber Gün­ther Sigl (Front­mann, Sän­ger und Bas­sist der Spi­der Mur­phy Gang) er­zählt, er sei im Fe­bru­ar 70 ge­wor­den, hält man das für ei­nen Scherz. Die gro­ßen Hits der Band, „Skan­dal im Sperr­be­zirk“und „Schi­cke­ria“, ent­stan­den im Zu­ge der Neu­en Deut­schenWel­le(NDW)An­fang­der 80er. So ju­gend­lich, wie Sigl da­mals wirk­te, wür­de man ihn heu­te auf 60 schät­zen. – Aber er will sie noch lan­ge nicht aus­zie­hen, sei­ne „Rock ’n’ Roll-Schuah“, wie es am Don­ners­tag im zwei­ten Song in der Neun­kir­cher Ge­blä­se­hal­le hieß.

Schon zu Kon­zert­be­ginn er­schall­ten die Ru­fe nach „Ro­si“, Prot­ago­nis­tin aus „Skan­dal im Sperr­be­zirk“. Die kon­ter­te Sigl ganz cool da­mit, dass er Ro­si jetzt noch nicht raus­las­sen kön­ne; sie sei auch nicht mehr die Jüngs­te. Über­haupt mach­ten Sprach­witz und sym­pa­thi­sche Aus­strah­lung Sigls den Charme des Kon­zerts aus; er sang ja auch so wun­der­ba­re Text­zei­len wie „Sie hat an Ste­reo-Plat­ten­spie­ler o- / Un des Wohn­zim­mer­licht aus­gmacht“. Letz­te­res stammt aus der ers­ten Sing­le „Rock’n’Roll Ren­dez­vous“(1980), die die Spi­der Mur­phy Gang als letz­te Zu­ga­be den be­geis­ter­ten 1200 Zu­hö­rern brach­te. Ro­si war da schon wie­der ins Bett ge­gan­gen.

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