Wel­che Grenz­wer­te gibt es für Ni­tra­te?

Saarbruecker Zeitung - - Landespolitik -

Ni­tra­te kom­men na­tür­lich im Bo­den vor, wer­den je­doch auch mit dem Dün­ger aus­ge­bracht, da Pflan­zen den ent­hal­te­nen Stick­stoff für den ei­ge­nen Stoff­wech­sel und zum Auf­bau von Ei­weiß ver­wen­den. Da­her sind auch in ei­ni­gen Ge­mü­se­sor­ten ho­he Ni­trat­wer­te ent­hal­ten (et­wa Blatt­sa­la­te und Spi­nat). Ni­tra­te sei­en für den Men­schen re­la­tiv un­be­denk­lich, schreibt das Bun­des­in­sti­tut für Ri­si­ko­be­wer­tung (BfR). Je­doch kön­nen sie in Le­bens­mit­teln oder wäh­rend der Ver­dau­ung durch Bak­te­ri­en in Ni­trit um­ge­wan­delt wer­den, das den Sau­er­stoff­trans­port durch die ro­ten Blut­kör­per­chen stört. Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) hat ei­ne duld­ba­re täg­li­che Auf­nah­me­men­ge (ADI) von 3,7 Mil­li­gramm pro Ki­lo­gramm Kör­per­ge­wicht fest­ge­legt. Bei ei­nem Men­schen mit 60 Ki­lo­gramm Kör­per­ge­wicht sind das 222 Mil­li­gramm pro Tag. Wird die­ser kurz­zei­tig über­schrit­ten, be­ste­he noch kein Ge­sund­heits­ri­si­ko, schreibt das BfR. Dies gilt je­doch nicht für Ba­bys un­ter drei Mo­na­ten, die sehr emp­find­lich auf Ni­trit re­agie­ren.

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