Der be­schwer­li­che Weg zu den Mi­che­lin-Ster­nen

Saarbruecker Zeitung - - Themen des tages -

ver­gibt seit 1926 die Ster­ne an die Häu­ser. Die­se he­ben die Kö­che in den Olymp – oder stür­zen sie in ein Trau­er­tal. Nicht je­der ver­kraf­tet da­bei Miss­er­folg. So soll sich der fran­zö­si­sche Spit­zen­koch Ber­nard Loi­seau an­geb­lich um­ge­bracht ha­ben, nur weil er ei­nen Stern zu ver­lie­ren droh­te. Ob es stimmt, ist un­klar. Es zeigt aber den Stel­len­wert des Mi­che­lin.

ist hart. In­spek­to­ren des „Gui­de Mi­che­lin“kom­men mehr­fach un­an­ge­kün­digt, pro­bie­ren die Me­nüs. Die Tes­ter sind fest an­ge­stellt, zah­len für die Ge­rich­te und schrei­ben aus­führ­li­che Pro­to­kol­le. Manch­mal ge­ben sie sich nach dem Es­sen zu er­ken­nen, spre­chen mit dem Koch und wer­fen ei­nen Blick in die Kü­che. Al­le In­spek­to­ren ha­ben ei­ne Aus­bil­dung im Gast­stät­ten­ge­wer­be und ur­tei­len nach ei­nem Sys­tem, das an ob­jek­ti­ven Maß­stä­ben aus­ge­rich­tet ist. Be­wer­tet wer­den die Qua­li­tät der Pro­duk­te, die fach­ge­rech­te Zu­be­rei­tung und der Ge­schmack, die per­sön­li­che No­te, das Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis und die gleich­blei­ben­de Qua­li­tät. Ein Stern soll be­deu­ten: „Ei­ne Kü­che vol­ler Fi­nes­se – ei­nen Stopp wert.“Zwei Ster­ne: „Ei­ne Spit­zen­kü­che – ei­nen Um­weg wert.“Drei Ster­ne: „Ei­ne ein­zig­ar­ti­ge Kü­che – ei­ne Rei­se wert.“

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