Die Lo­bes­hym­ne wur­de ent­larvt

Saarbruecker Zeitung - - Standpunkt - Vol­ker Schwarz, Gers­heim

In­ner­halb we­ni­ger Wo­chen schon der zwei­te gro­ße Ar­ti­kel zur Lob­prei­sung der Jagd und der Jä­ger in der SZ. Ganz un­kri­tisch wird das 70-jäh­ri­ge Be­ste­hen der Jä­ger-Ver­ei­ni­gung im Saar­land be­nutzt, um im Sti­le ei­nes Ver­bands­or­gans die Jä­ger als wah­re Na­tur­schüt­zer und He­ger zu lo­ben. Die alt­be­kann­te Recht­fer­ti­gung von Cli­quen­ver­hal­ten, Macht und Aus­übung nied­rigs­ter In­stink­te wird al­ler­dings dort ent­larvt, wo die sym­pa­thi­sche jun­ge Frau von ih­rem Krib­beln im Kör­per be­rich­tet, als sie mit Ge­wehr ei­ner Wild­schwein-Rot­te an­sich­tig wird. War es ein Na­tur­schutz-, ein He­ge­wunschkrib­beln oder doch eher et­was von nied­ri­ge­rer In­stinkt­her­kunft? Lust zu Tö­ten?

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