Su­s­pen­dier­ter Uni-Amts­rat legt Re­vi­si­on ein

Saarbruecker Zeitung - - Landespolitik -

(mju) We­gen Un­treue und Be­trugs zu Las­ten der Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des hat die Wirt­schafts­straf­kam­mer des Land­ge­richts – wie be­rich­tet – ei­nen 52 Jah­re al­ten Amts­rat zu ei­ner Haft­stra­fe von 15 Mo­na­ten auf Be­wäh­rung ver­ur­teilt. Die­ses Ur­teil, das für den Be­am­ten be­deu­ten wür­de, dass er aus dem Di­enst ent­fernt wird, ist nicht rechts­kräf­tig. Ei­ne Ge­richts­spre­che­rin be­tä­tig­te jetzt, dass der Mann aus ei­ner Ge­mein­de im Kreis Saar­lou­is Re­vi­si­on ein­ge­legt hat. Der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) in Karlsruhe soll das Ur­teil über­prü­fen.

Die Saar­brü­cker Rich­ter sa­hen es nach mehr­tä­gi­ger Be­weis­auf­nah­me als er­wie­sen an, dass der sus­pen­dier­te Amts­rat, der als Re­fe­rats­lei­ter un­ter an­de­rem für die Be­schaf­fung von Bü­ro­mö­bel zu­stän­dig war, mit ei­nem „Haus- und Hof­lie­fe­ran­ten“bei Aus­schrei­bun­gen und Auf­trags­ver­ga­ben „ge­trickst“hat­te. An­de­re An­bie­ter hat­ten des­halb das Nach­se­hen. Der Uni ent­stand an­geb­lich ein Scha­den von rund 19 000 Eu­ro. Ein­ge­räumt hat der Be­am­te, zahl­rei­che Fäl­le von Por­to­be­trug. Dut­zen­de pri­va­te Pa­ke­te ver­schick­te er über Jah­re hin­weg als Di­enst­post. Zeit­wei­se war er selbst Chef der Post­stel­le an der Hoch­schu­le. Der da­durch ent­stan­de­ne Scha­den für die Uni wur­de auf 419,30 Eu­ro be­zif­fert.

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