Be­hin­der­te pro­fi­tie­ren von Ar­beits­markt

Saarbruecker Zeitung - - Wirtschaft -

(vet) Der Boom am deut­schen Ar­beits­markt kommt auch Men­schen mit Be­hin­de­rung zu­gu­te. Im ver­gan­ge­nen Jahr wa­ren durch­schnitt­lich 162 373 Schwer­be­hin­der­te von Ar­beits­lo­sig­keit be­trof­fen. Das wa­ren knapp 16 300 Per­so­nen und da­mit gut neun Pro­zent we­ni­ger als noch 2013. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te un­ter den Per­so­nen mit Han­di­cap ging von 14,0 auf 11,7 Pro­zent zu­rück. Trotz­dem ha­ben Schwer­be­hin­der­te auf dem Ar­beits­markt im­mer noch schlech­te­re Kar­ten als Men­schen oh­ne Be­hin­de­rung. Denn die Ar­beits­lo­sen­quo­te ins­ge­samt re­du­zier­te sich im glei­chen Zei­t­raum von 8,8 auf 7,2 Pro­zent. Das geht aus der Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf ei­ne An­fra­ge der Links­frak­ti­on her­vor, die un­se­rer Zei­tung vor­liegt.

Auch die durch­schnitt­li­che Dau­er der Ar­beits­lo­sig­keit von Men­schen mit Be­hin­de­rung lag dem­nach im Jahr 2017 mit 52 Wo­chen deut­lich hö­her als bei Per­so­nen oh­ne Be­hin­de­rung, die im Schnitt be­reits nach 37 Wo­chen wie­der ei­nen neu­en Job fan­den. Be­trie­be, die kei­ne Be­hin­der­ten be­schäf­ti­gen, müs­sen ei­ne Aus­gleichs­ab­ga­be zah­len.

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