Mo­der­ne In­stal­la­ti­on mit Ein­ka­bel­sys­te­men

Mit dem VU+ So­lo 4K ist be­reits ein ers­ter Re­cei­ver mit so­ge­nann­ten Fbc-tu­nern ver­füg­bar, in den kom­men­den Wo­chen und Mo­na­ten wer­den vie­le wei­te­re fol­gen. Um die­se Tu­ner ord­nungs­ge­mäß an­steu­ern zu kön­nen, sind Ein­ka­bel­sys­te­me un­ab­ding­bar. Vor al­lem JESS b

Satellit Empfang + Technik - - Inhalt - RI­CAR­DO PET­ZOLD

Die neu­en Fbc-tu­ner ver­ei­nen gleich meh­re­re Emp­fangs­ein­hei­ten hin­ter nur ei­nem Ko­axi­al­ein­gang. Um die­se op­ti­mal nut­zen zu kön­nen, muss die Spei­sung des Ge­rä­tes mit Sat­si­gna­len durch ent­spre­chen­de Teil­neh­mer­ge­steu­er­te Ein­ka­bel­sys­te­me rea­li­siert wer­den. Bis zu acht Nut­zer­bän­der wer­den pro Re­cei­ver be­nö­tigt, um die vol­le Funk­ti­ons­fä­hig­keit nut­zen zu kön­nen. So­wohl Unica­ble als auch JESS bie­ten der­ar­ti­ge Lö­sun­gen an. Der Vor­teil der Teil­neh­mer-ge­steu­er­ten Ein­ka­bel­sys­te­me liegt auf der Hand, denn wäh­rend bei der klas­si­schen Sat-ver­ka­be­lung ein Ka­bel pro Tu­ner nö­tig war, um auf das kom­plet­te An­ge­bot an Sen­dern un­ab­hän­gig zu­rück­zu­grei­fen, kön­nen die neu­ar­ti­gen Sys­te­me vie­le Tu­ner gleich­zei­tig ver­sor­gen. Mög­lich macht dies die Un­ter­tei­lung in so­ge­nann­te User­bän­der. So­mit müs­sen nicht für je­den Tu­ner se­pa­ra­te Ka­bel ge­zo­gen wer­den, was häu­fi­ger bei ei­nem Twin­re­cei­ver sinn­voll ist. Al­ler­dings wol­len wir an die­ser Stel­le auch nicht ver­schwei­gen, dass ein wei­te­res gro­ßes Ein­satz­ge­biet die­ser An­la­gen die Um­rüs­tung von

Ka­bel zu Sa­tel­lit ist. Spe­zi­ell, um mo­nat­li­che Kos­ten zu spa­ren, set­zen im­mer mehr Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten auf ei­ne Unica­ble- oder Jess-lö­sung. Da­bei muss oft an der ei­gent­li­chen Ver­ka­be­lung nichts ge­macht wer­den, son­dern nur die Ver­teil­tech­nik so­wie die End­do­sen ge­tauscht wer­den. Er­spar­nis­se sind so schon we­ni­ge Mo­na­te nach In­be­trieb­nah­me mög­lich.

Jess-funk­ti­ons­wei­se

Der ent­spre­chen­de Tu­ner be­kommt nur ei­nen Teil­be­reich im für den Sat-emp­fang re­ser­vier­ten Fre­quenz­be­reich des Ko­axi­al­ka­bels zu­ge­wie­sen, meist sind es nur we­ni­ge Me­ga­hertz. In die­sem Teil­be­reich wird das vom Ge­rät vor­ab an­ge­for­der­te Pro­gramm­pa­ket vom Mul­tischal­ter zur Ver­fü­gung ge­stellt. An­ders als bei der klas­si­schen Ver­tei­lung sind so­mit auf der Lei­tung nicht al­le Trans­pon­der ei­nes Fre­quenz­be­rei­ches plat­ziert, son­dern nur ein an­ge­for­der­ter, den cle­ve­re Mul­tischal­ter in den ent­spre­chen­den Fre­quenz­be­reich plat­zie­ren. Bei JESS kön­nen bis zu 32 die­ser Fre­quenz­be­rei­che an­ge­legt wer­den, so­dass im Ma­xi­mal­fall 32 Tu­ner über ein Sat-ka­bel ver­sorgt wer­den kön­nen. Hin­zu kommt, dass das vom Jul­tec-ge­schäfts­füh­rer er­fun­de­ne und als EN 50607 pa­ten­tier­te Sys­tem auch 64 Sa­tel­li­ten­po­si­tio­nen un­ter­stützt, wel­ches es als be­son­ders fle­xi­bel dar­stellt.

In­tel­li­gen­te Schal­ter

Die Leis­tungs­fä­hig­keit der neu­en Sat-ver­teil­mög­lich­keit zeich­nen auch die mo­der­nen Schal­ter aus, die JESS zu ei­nem fle­xi­blen Ver­teil­sys­tem machen. In den neus­ten a²css-schal­tern wird dies be­son­ders deut­lich, denn sel­bi­ge sind pro­gram­mier­bar und kön­nen vom In­stal­la­teur so ein­ge­setzt wer­den, wie er es wünscht. Da­bei sind nicht nur die User­bän­der fle­xi­bel zu be­set­zen und ver­ge­ben, son­dern auch die Ein­gangs­si­gna­le kon­fi­gu­rier­bar. Die Pro­gram­mie­rung er­folgt da­bei mit­tels preis­wer­tem Pro­gram­mier­ad­ap­ter und Pc-soft­ware, so­dass auf In­stal­la­teu­re an die­ser Stel­le kei­ne üp­pi­gen Ge­büh­ren für Pro­gram­mier­ge­rä­te zu­kom­men. Auch die schon seit Jah­ren im Port­fo­lio von Jul­tec be

find­li­chen Jess-schal­ter mit 16 Zf-ein­gän­gen bie­ten al­ler­lei Mög­lich­kei­ten. Schließ­lich ist mit ih­nen mög­lich, was bei klas­si­schen Ver­teil­mög­lich­kei­ten nicht mach­bar war: das Zu­sam­men­schal­ten von zwei Ver­tei­lern, um auf bis zu acht Sa­tel­li­ten­sys­te­me zu­rück­grei­fen zu kön­nen. Der Ver­teil­spe­zia­list Jul­tec, der Jess-sys­te­me in gro­ßer Viel­falt ver­treibt, bie­tet zu­dem auch Ver­tei­ler an, wel­che zu­sätz­lich noch so­ge­nann­te Le­ga­cy-aus­gän­ge be­sit­zen. Die­se sind zum Ein­mes­sen der Sat-an­la­ge mit nicht JESS kom­pa­ti­blen Mes­s­emp­fän­gern nutz­bar oder auch zur Nut­zung von Ge­rä­ten, die JESS nicht be­herr­schen, ge­eig­net. Ne­ben dem Schal­ter müs­sen für die JESS-NUT­zung auch die An­ten­nen­do­sen ge­tauscht wer­den.

Do­sen pro­gram­mier­bar

Di­ver­se Her­stel­ler ha­ben Unica­ble taug­li­che Do­sen im Pro­gramm. Auch Jul­tec bie­tet die­se an, mit der Be­son-

der­heit derd Pro­gram­mier­bar­keit. Der Vor­teil liegt auf der Hand, denn die Do­sen Jul­tec JAP3XXTRS kön­nen so vom In­stal­la­teur prä­pa­riert wer­den, dass sie nur ge­wis­se User­bän­der durch­las­sen.

Ver­ka­be­lung von Miets­häu­sern

Ge­ra­de in Miets­häu­sern ein gro­ßer Vor­teil, da sich die Nach­barn durch Unacht­sam­keit nicht ge­gen­sei­tig stö­ren, wenn sie mit nur ei­ner Lei­tung be­dient wer­den. Be­sag­te An­ten­nen­do­sen wer­den stets in ver­schie­de­nen Va­ri­an­ten an­ge­bo­ten, da sich, je nach dem wo sich die Do­se im Unica­ble-sys­tem be­fin­det, auch die Dämp­fung an­ge­passt wer­den muss. Die Pro­gram­mie­rung kann wahl­wei­se mit dem be­reits er­wähn­ten Jess-pro­gram­mer und der Pc-soft­ware oder auch mit Mess­ge­rä­ten er­fol­gen und ist je­der­zeit än­der­bar.

Ach­tung bei der Emp­fangs­hard­ware

Wer un­se­ren Be­richt auf­merk­sam ge­le­sen hat, wird schnell er­ken­nen, dass JESS ei­gent­lich kei­ner­lei Nach­tei­le be­sitzt, son­dern stets nur po­si­tiv auf­fällt. Lei­der ist dies noch nicht bei je­dem Emp­fangs­hard­ware­her­stel­ler an­ge­kom­men. Vie­le Re­cei­ver­her­stel­ler ha­ben bis­her das ent­spre­chen­de Pro­to­koll, was Klaus Mül­ler je­dem Her­stel­ler sehr gern be­reit­stellt, noch nicht in­te­griert. So­mit kann nicht an

je­dem Re­cei­ver der vol­le Funk­ti­ons­um­fang ge­nutzt wer­den. Dank der Ab­wärts­kom­pa­ti­bi­li­tät des Jess-sys­tems sind aber, so­bald das Emp­fangs­ge­rät zu­min­dest Unica­ble der ers­ten Ge­ne­ra­ti­on un­ter­stützt, ei­ni­ge Vor­zü­ge nutz­bar.

Vor­teil für Multi­tu­ner

Wer bei­spiels­wei­se ei­nen Hu­max Uhd-re­cei­ver 4tu­ne nutzt, der lei­der noch kein JESS aber Unica­ble 1.0 an Bord hat, im Schlaf­zim­mer aber ei­ne Enig­ma2-box ste­hen hat, kann die von Unica­ble be­kann­ten User­bän­der am Hu­max-ge­rät nut­zen, zu­sätz­lich nur für JESS-GE­rä­te ge­eig­ne­te Bän­der wer­den am Enig­ma2-re­cei­ver ein­ge­setzt. Dank der per­fek­ten Jess-in­te­grie­rung in das Enig­ma2-sys­tem, vor al­lem im Openatv-image, sind die­se Ge­rä­te mit be­sag­ter Li­nux-soft­ware per­fekt für die Nut­zung in Jess-an­la­gen ge­eig­net.

Fa­zit

Wer ei­nen mo­der­nen Uhd-re­cei­ver nutzt oder nut­zen will und den vol­len Leis­tungs­um­fang der Box ge­nie­ßen möch­te, braucht auch ei­ne Al­ter­na­ti­ve bei der Si­gnal­zu­füh­rung. Das Jess-sys­tem bie­tet hier al­les, was ge­fragt ist, und der Be­nut­zer be­hält je nach ein­ge­setz­ten Mul­tischal­ter auch noch ei­ne Fle­xi­bi­li­tät. Ge­gen­über dem her­kömm­li­chen Unica­ble bie­tet JESS eben­falls nur Vor­tei­le, denn dank der Ab­wärts­kom­pa­ti­bi­li­tät sind auch Ge­rä­te, die nur Unica­ble un­ter­stüt­zen, am Jess-sys­tem nutz­bar.

Pro­gram­mier­ba­re An­ten­nen­do­sen bie­ten bei JESS mehr Si­cher­heit

Mit­tels Pro­gram­mie­rer las­sen sich die An­ten­nen­do­sen ein­fach und schnell ein­rich­ten, so dass der Nut­zer nur sei­ne Fre­quen­zen zu­ge­teilt be­kommt

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