Sky+ Pro

Lan­ge muss­ten Tech­nik­fans mit Sky-abo auf ei­ne neue vom Pro­vi­der an­ge­bo­te­ne Box war­ten. Seit Mit­te Ok­to­ber ist es nun so­weit: Mit Sky+ Pro zieht ei­ne neue Re­cei­ver­ge­ne­ra­ti­on bei den Sky-kun­den ein, wel­che nun auch das ul­trahoch­auf­lö­sen­de Fern­se­hen un­terst

Satellit Empfang + Technik - - Inhalt - RI­CAR­DO PET­ZOLD

Ab so­fort ist es Sky-abon­nen­ten mög­lich, auch 4K-in­hal­te zu ge­nie­ßen. Auf zwei li­nea­ren Sport­ka­nä­len so­wie in ei­nem Vod-film­be­reich kön­nen ul­trahoch­auf­lö­sen­de In­hal­te ge­nutzt wer­den. Be­vor dies aber pas­sie­ren kann, muss ei­ne neue Emp­fangs­hard­ware her. Sky-uhd-in­ter­es­sen­ten müs­sen des­halb den neu­en Sky+ Pro Re­cei­ver beim An­bie­ter be­stel­len. Das Ge­rät ver­ur­sacht kei­ne mo­nat­li­chen Zu­satz­kos­ten, nur ein­ma­lig 99 Eu­ro sind nö­tig, um den Re­cei­ver wäh­rend der Abo­lauf­zeit nut­zen zu kön­nen. Be­stellt wer­den kann die Box via Hot­li­ne oder im Kun­den­cen­ter via In­ter­net. Wir ha­ben uns das Sky-uhd-ge­samt­pa­ket mit dem Schwer­punkt auf die neue Emp­fangs­hard­ware ein­mal ge­nau­er an­ge­se­hen.

Hard­ware

Äu­ßer­lich setzt Sky beim neu­en Ge­rät auf ein schlich­tes, schi­ckes De­sign, wel­ches das Wohn­zim­mer­am­bi­en­te auf­wer­ten soll. Bei der Grö­ße hat sich zum Vor­gän­ger­mo­dell nur we­nig ge­än­dert. Das A4-gro­ße Ge­rät soll vor al­lem durch sei­ne in­ne­ren Wer­te punk­ten. An der Front wer­den Sky-abon­nen­ten auf den ers­ten Blick die Be­dien­ele­men­te so­wie den Kar­ten­schacht ver­mis­sen. Auch das oft ge­wünsch­te Dis­play fehlt wei­ter­hin. Ein­zig ein be­leuch­te­tes Sky-lo­go si­gna­li­siert den Be­triebs­zu­stand der Box. Der Kar­ten­le­ser be­fin­det sich beim neu­en Mo­dell auf der Rück­sei­te. Sky setzt so­mit auch beim Ul­tra-hd-emp­fän­ger auf ein kar­ten­ge­bun­de­nes Ver­schlüs­se­lungs­sys­tem. Ober­halb des Schach­tes für die Smart­card ist ei­ne Neu­heit ge­gen­über Bo­xen der Vor­ge­ne­ra­tio­nen zu fin­den, denn die Fest­plat­te ist zwar im Re­cei­ver in­te­griert, je­doch von au­ßen wech­sel­bar. Al­ler­dings soll dies laut Sky-an­ga­ben nur für den schnel­le­ren Ser­vice beim Händ­ler oder im Ser­vice­cen­ter von Vor­teil sein, denn auch wei­ter­hin soll der Nut­zer nicht ei­gen­stän­dig das Spei­cher­me­di­um wech­seln kön­nen. Die rest­li­che Aus­stat­tung ist sehr funk­tio­nal, denn ne­ben dem Hdmi-2.0-aus­gang ste­hen noch ein Netz­werk­an­schluss, ein op­ti­scher Di­gi­tal­aus­gang so­wie zwei An­ten­nen­ein­gän­ge be­reit. Auch zwei USB-BO­xen sind an der Rück­sei­te vor­han­den. Das Netz­teil ist beim neus­ten Re­cei­ver­mo­del ein­mal mehr aus­ge­la­gert.

Neu­er Si­gnal­ge­ber

Der mit­ge­lie­fer­te Si­gnal­ge­ber zum Sky+ Pro Mo­dell wirkt mo­der­ner und fri­scher. Trotz­dem hat der An­bie­ter ver­sucht, die be­kann­te Tas­ten­auf­tei­lung bei­zu­be­hal­ten, um dem Kun­den so we­nig wie mög­lich Um­ge­wöh­nung zu­zu­mu­ten. Die Fern­steue­rung selbst liegt gut in der Hand. Im Test zeigt sich schnell, dass für Nut­zer, die schon heute ei­nen Sky-re­cei­ver nut­zen, die Um­ge­wöh­nung mar­gi­nal ist.

Tech­nik noch zahn­los

Die neue Sky-box, die im Üb­ri­gen vom Her­stel­ler Hu­max be­reit­ge­stellt wird, hat ei­ne Men­ge Po­ten­ti­al. Spe­zi­ell der schnel­le Pro­zes­sor so­wie die ver­bau­ten Fbc-tu­ner sind tech­ni­sche High­lights, die im Be­reich von frei ver­käuf­li­chen Re­cei­vern aktuell eher der Ober­klas­se vor­be­hal­ten

sind. Al­ler­dings ist die ver­bau­te Hard­ware aktuell noch mit dem Milch­zahn­ge­biss un­ter­wegs. Der Grund ist schnell ge­fun­den, denn schon beim ers­ten Ein­schal­ten wird deut­lich, dass die Soft­ware von den bis­he­ri­gen Sky+ Re­cei­vern nur auf das neue Ge­rät ad­ap­tiert wur­de. Sky macht kein Ge­heim­nis um die­se Tat­sa­che und wies uns be­reits An­fang des Jah­res drauf hin, dass man En­de des Jah­res zwar ei­ne UHD-BOX an den Start brin­gen wird, wel­che ein Pen­dent zur bri­ti­schen Sky-q-box ist, die­se aber über­gangs­wei­se mit der be­kann­ten Sky+ Firm­ware lau­fen wird und man erst ab 2017 auf ei­ne Ad­ap­ti­on von Sky Q set­zen wird. Auch wenn es auf den ers­ten Blick et­was selt­sam er­schei­nen mag, was den An­bie­ter zu die­sem Schritt be­wo­gen hat, ste­hen die Vor­zü­ge in der Über­zahl. Zum ei­nen kann man den In­ter­es­sen­ten mo­der­ner Tech­nik und ul­trahoch­auf­lö­sen­der Pro­gram­me durch die Be­reit­stel­lung der Box schon im Jah­res­end­ge­schäft ul­trahoch­auf­lö­sen­des Fern­se­hen an­bie­ten, dank des Ein­sat­zes der op­ti­ma­len Tech­nik müs­sen sich die Ul­tra-hd-pio­nie­re un­ter den Kun­den aber 2017 nicht schon wie­der um neue Hard­ware küm­mern, son­dern kön­nen dann den jetzt er­wor­be­nen Re­cei­ver mit­tels Up­date auf Sky Q hoch­rüs­ten und den mul­ti­me­dia­len Funk­ti­ons­um­fang nut­zen.

Re­cei­ver­check

Auch wenn der Sky+ Pro Re­cei­ver noch nicht sei­ne end­gül­ti­ge Soft­ware be­sitzt, ha­ben wir die Box schon ein­mal un­ter die Lu­pe ge­nom­men, um zu schau­en, wel­che Vor­tei­le er dem Sky-abon­nen­ten schon heute ge­gen­über den bis­he­ri­gen Re­cei­vern bie­tet. Die Erst­in­be­trieb­nah­me geht wie bei al­len Sky-ge­rä­ten ge­wohnt schnell von der Hand. Der Re­cei­ver er­mit­telt an klas­si­schen Sat-an­la­gen selbst, wie vie­le An­ten­nen­ka­bel an­ge­schlos­sen sind, und kon­fi­gu­riert dar­auf­hin sei­ne Emp­fangs­ein­heit. Aktuell ist die Box al­ler­dings nur mit Twin-tu­ner nutz­bar, op­ti­ma­le Emp­fangs­er­geb­nis­se wer­den so­mit mit zwei se­pa­ra­ten Zu­lei­tun­gen von der As­tra-an­ten­ne aus er­zielt. Wer As­tra nicht auf dem Diseqc-platz eins am Mul­tischal­ter hat, muss die ma­nu­el­le An­ten­nen­ein­stel­lung aus dem Me­nü her­aus nut­zen. Eben­falls muss die­se von all je­nen Zu­schau­ern ge­nutzt wer­den, wel­che ein Ein­ka­bel­sys­tem im Ein­satz ha­ben. Die Box un­ter­stützt da­bei Unica­ble nach der ers­ten Va­ri­an­te, JESS ist lei­der noch nicht im­ple­men­tiert. Po­si­tiv fällt auf, dass der neue Re­cei­ver selbst­stän­dig die op­ti­ma­le Auf­lö­sung ein­stellt, er prüft bei je­dem Neu­start, ob ein HD oder UHD fä­hi­ges Fern­seh­ge­rät per HDMI an­ge­schlos­sen wur­de, und nutzt dann die bes­te mög­li­che Auf­lö­sung. Wie be­kannt wer­den na­tür­lich auch nach dem Kalt­start die Epg-da­ten ge­la­den, was von Fall zu Fall et­was län­ger dau­ern kann. Beim Check un­se­rer Re­dak­ti­on war die Box nach knapp fünf Mi­nu­ten kom­plett be­triebs­be­reit.

Schnel­le Na­vi­ga­ti­on

Auch der Sky+ Pro Re­cei­ver star­tet auf dem Ho­me-bild­schirm des An­bie­ters, wo der Nut­zer ei­gen­stän­dig zwi­schen li­nea­ren und nicht li­nea­ren In­hal­ten von Sky wäh­len kann. Schnell fal­len die sehr zü­gi­gen Na­vi­ga­ti­ons­zei­ten in­ner­halb der ein­zel­nen Be­rei­che auf. Hier wird deut­lich, dass die neue Hard­ware deut­lich schnel­ler ist als die der in die Jah­re ge­kom­me­nen bis­he­ri­gen Sky-ge­rä­te. In­ner­halb des Ho­me-bild­schir­mes fällt zu­dem ein neu­er On-de­mand-un­ter­punkt auf, wel­cher mit Ul­tra HD

ge­kenn­zeich­net ist. In die­sem sind die Film- und Se­ri­en­in­hal­te im 4K-for­mat zu fin­den. Zum Test­zeit­punkt Mit­te Ok­to­ber war es uns mög­lich, zwi­schen vier Fil­men, „Evil Dad“, „Salt“, „Ho­tel Trans­sil­va­ni­en 2“und „The Walk“zu wäh­len. Sky wird die­sen Be­reich in den kom­men­den Mo­na­ten wei­ter fül­len. Im li­nea­ren Be­reich hat sich kaum et­was ge­gen­über dem Vor­gän­ger­mo­del ge­än­dert, aus­schließ­lich zwei zu­sätz­li­che Pro­gram­me, Sky Sport Bun­des­li­ga UHD und Sky Sport UHD, sind in der Ka­nal­lis­te des Uhd-ge­rä­tes auf­ge­taucht. Auf die­sen Sen­dern sind aktuell vor al­lem Fuß­ball­be­geg­nun­gen in 4K-qua­li­tät zu se­hen. Et­was un­ver­ständ­lich ist, dass auch beim neus­ten Re­cei­ver­mo­del, wel­ches kei­ne ana­lo­gen An­schlüs­se mehr be­sitzt und so­mit auch nicht an ei­nem Röh­ren-tv be­trie­ben wer­den kann, auf den vor­de­ren Plät­zen der Sen­der­lis­te nach wie vor die Sd-ver­sio­nen der öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­der zu fin­den sind. Auch wenn Pro­gram­me wie ARD und ZDF na­tür­lich nicht di­rekt zum Sky-pa­ket ge­hö­ren, sind dies häu­fig ge­se­he­ne Sen­der, die der Zu­schau­er na­tür­lich in bes­ter Qua­li­tät se­hen will. Beim Sky+ Pro Re­cei­ver geht dies erst nach ma­nu­el­ler Sor­tier­ar­beit, die ein Groß­teil der Nut­zer wahr­schein­lich nicht auf sich neh­men wird. Wer ne­ben Sky auch das Hd-plus-pro­gramm­pa­ket mit ge­bucht hat, muss die pri­va­ten Hd-sen­der auch erst selbst­stän­dig auf die vor­de­ren Plät­ze be­för­dern. Neue Zu­satz­funk­tio­nen wie HBBTV oder zu­sätz­li­che Vod-di­ens­te sind in der jet­zi­gen Soft­ware nicht zu fin­den, ob sich dies mit Sky Q än­dert, wird sich 2017 zei­gen. Bis da­hin kann der Nut­zer, der mul­ti­me­di­al un­ter­wegs ist, al­ler­dings die Auf­nah­me­funk­ti­on auf die ein Ter­ra­byte gro­ße Fest­plat­te nut­zen bzw. auf die Sky-vod-di­ens­te wie Sky Box Sets oder Sky On De­mand zu­rück­grei­fen. Für per­sön­li­che In­di­vi­dual­auf­nah­men ste­hen dem Nut­zer 500 Gi­ga­byte des Fest­plat­ten­vo­lu­mens zu, der Rest wird als Zwi­schen­spei­cher für Vod-in­hal­te, ins­be­son­de­re auch für die Uhd-in­hal­te ge­nutzt. Der Vor­teil liegt auf der Hand, denn je­dem Kun­den, egal wie viel Da­ten­ra­te ihm am In­ter­net­an­schluss zur Ver­fü­gung steht, be­kommt die glei­che idea­le Bild­qua­li­tät bei den An­ge­bo­ten be­reit­ge­stellt.

Fa­zit

Der neue Sky+ Pro Re­cei­ver kann vor al­lem durch sei­ne deut­li­che Leis­tungs­stei­ge­rung im Pro­zes­sor­be­reich punk­ten und über­zeugt den Nut­zer mit schnel­len La­de– und Zap­ping­zei­ten. Wo bei äl­te­ren Sky-bo­xen bei der Na­vi­ga­ti­on hier und da ein­mal Ge­duld ge­fragt war, kann nun Po­wer-zap­ping ge­nutzt wer­den. Auch bei der Bild­qua­li­tät kann die Box punk­ten, sau­be­re 4K-bil­der wer­den stö­rungs­frei emp­fan­gen. Wer al­ler­dings Hoff­nun­gen in ei­nen grö­ße­ren Funk­ti­ons­um­fang hat­te, wird noch ent­täuscht.

Die Rück­sei­te be­sitzt ei­ne farb­li­che Gestal­tung, um dem Nut­zer die An­schluss­viel­falt an­schau­lich zu prä­sen­tie­ren. Auch die im Lie­fer­um­fang ent­hal­te­nen Ka­bel sind farb­lich mar­kiert

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