Neu­es Flagg­schiff

Satellit Empfang + Technik - - Inhalt - RI­CAR­DO PETZOLD, MI­KE BAUERFEIND

Uhd-emp­fang in al­len Fa­cet­ten: Vu+ Ul­ti­mo 4K sorgt mit ex­tre­mer Tu­n­er­aus­stat­tung und sehr leis­tungs­fä­hi­gem Pro­zes­sor für Stau­nen im Test­la­bor.

und müs­sen nicht ma­nu­ell ein­ge­rich­tet wer­den. Selbst­ver­ständ­lich kön­nen be­lie­bi­ge Er­wei­te­run­gen nach­in­stal­liert wer­den. Ge­nü­gend Flash-spei­cher steht al­le­mal zur Ver­fü­gung. Auch an­sons­ten hat uns das Image mit den zahl­rei­chen Funk­tio­nen über­zeugt. So lässt sich die Hd-pic­tu­re-in-pic­tu­re-funk­ti­on (PIP) auf Knopf­druck ak­ti­vie­ren oder der Hd­mi-ein­gang als Voll­bild ein­schal­ten. Be­son­ders cle­ver: Mit nur we­ni­gen Tas­ten lässt sich das Lcd-dis­play zum voll­wer­ti­gen TV um­stel­len. Dann zeigt der Ul­ti­mo auf dem hoch­auf­lö­sen­den Lcd-dis­play das kom­plet­te Fern­seh­bild. Was noch nicht geht, ist die Wie­der­ga­be von un­ter­schied­li­chen In­hal­ten auf dem Fern­se­her und dem klei­nen Dis­play – trotz der zahl­rei­chen Tu­ner. Et­was Ver­bes­se­rungs­be­darf (wohl­ge­merkt im Image, nicht beim Vu+) se­hen wir bei den Ra­di­o­funk­tio­nen. Zwar bie­tet sich die Blue­tooth-funk­ti­on und das gro­ße Dis­play gera­de­zu zur Wie­der­ga­be von Sa­tel­li­ten­ra­di­os an, al­ler­dings ist die rei­ne Na­vi­ga­ti­on über das Dis­play et­was schwie­rig. Hier könn­ten sich die Pro­gram­mie­rer viel­leicht noch ei­ne et­was bes­se­re Va­ri­an­te ein­fal­len las­sen, die ins­be­son­de­re die Ra­dio­wie­der­ga­be oh­ne an­ge­schal­te­ten Fern­se­her et­was kom­for-

ta­bler ge­stal­tet. Auch die In­te­gra­ti­on des Ra­dio­tex­tes auf dem Dis­play wä­re ei­ne gu­te Idee. Aber das ist na­tür­lich Jam­mern auf ho­hem Ni­veau, ins­ge­samt ist näm­lich ins­be­son­de­re das Vti-image sehr gut auf das Flagg­schiff von Vu+ ab­ge­stimmt.

Schnel­lig­keit

Im All­tags­be­trieb ar­bei­tet die neus­te Vu+ Box über­ra­gend. Zap­ping­zei­ten sind beim Ul­ti­mo 4K nicht mehr mess­bar. Dies wird durch den so­ge­nann­ten Fast-zap­ping-mo­dus mög­lich. Auf­grund der Tu­n­er­aus­stat­tung tunt die Box in die­sem Mo­dus be­reits vor­ab das nach­fol­gen­de Pro­gramm, wird um­ge­schal­tet, muss nur noch der Tu­ner ge­wech­selt wer­den, was im Bruch­teil ei­ner Se­kun­de mög­lich ist. Der Zu­schau­er merkt so den Sen­der­wech­sel kaum mehr, das Zap­pen in den Wer­be­pau­sen macht nun end­lich wie­der rich­tig Spaß, auch im Di­gi­tal-tv. Na­tür­lich punk­tet die Box beim The­ma Ge­schwin­dig­keit auch in al­len an­de­ren Be­rei­chen. Dank des Pro­zes­sors müs­sen auch kei­ne lan­gen War­te­zeit bei der Me­nüna­vi­ga­ti­on oder gar im Hbbtv-mo­dus hin­ge­nom­men wer­den.

PAY-TV

Auch hier ist das Ge­rät gut aus­ge­stat­tet. Zwei hin­ter der Front­klap­pe ver­steck­te Kar­ten­slots er­lau­ben dem ge­üb­ten Enig­ma2-bast­ler schnell, auch Kar­ten di­rekt im Ge­rät zu be­trei­ben. Noch in­ter­es­san­ter sind die bei­den Ci-slots. Die­se funk­tio­nie­ren näm­lich auf An­hieb zu­min­dest mit un­se­rem Fre­e­net-tv-mo­dul für die ver­schlüs­sel­ten Pri­vat­sen­der in HD über DVB-T2. Auch die Mo­du­le für Sky und die pri­va­ten Hd-sen­der via Sa­tel­lit konn­ten pro­blem­los im Test ge­nutzt wer­den.

Strea­m­ing

Dank sei­ner gro­ßen Tu­n­er­aus­stat­tung eig­net sich der Vu+ Ul­ti­mo 4K auch be­son­ders als Strea­m­ing­zen­tra­le. Mit­tels der Vu+ Play­er-hd-app, die in den App-sto­res von itu­nes und Goog­le be­reit­steht, kön­nen die emp­fan­ge­nen In­hal­te auch auf ein Smart­pho­ne oder Ta­blet ge­streamt wer­den. Dank der Fä­hig­keit des dua­len Tr­ans­co­dings kön­nen zwei mo­bi­le End­ge­rä­te mit in­di­vi- du­el­len Si­gna­len ver­sorgt wer­den. Im Kl­ar­text be­deu­tet dies, dass der Ul­ti­mo 4K in der La­ge ist, zwei Streams so um­zu­trans­co­die­ren, dass sie auch ins In­ter­net ge­streamt wer­den kön­nen und so­mit auch au­ßer­halb der ei­ge­nen vier Wän­de und au­ßer­halb des ei­ge­nen WLANS die Si­gna­le mit dem Smart­pho­ne ge­nutzt wer­den kön­nen. Im Haus ist na­tür­lich so­gar das Strea­men von mehr als zwei Sen­dern par­al­lel mög­lich.

Auf­nah­me

Na­tür­lich gibt es hier kei­ner­lei Grund zum Me­ckern. Auf­nah­men las­sen sich pro­blem­los auf in­ter­ne oder ex­ter­ne Da­ten­trä­ger auf­zeich­nen. Dank USB 3.0 steht auch ex­ter­nen Me­di­en ge­nü­gend Band­brei­te zur Ver­fü­gung, um auch Mehr­fach­auf­nah­men in UHD an­zu­fer­ti­gen. So stell­ten Par­al­le­l­auf­nah­men der drei frei­en Uhd-ka­nä­le auf As­tra selbst über USB 2.0 kei­ner­lei Pro­ble­me dar. Auch zahl­rei­che Hd-ka­nä­le las­sen sich so gleich­zei­tig mit­schnei­den. Da na­he­zu al­le deut­schen Pro­gram­me auf nur zwei As­tra-ebe­nen ver­teilt sind, ist dies auch über den Fbc-tu­ner beim rei­nen An­schluss von zwei Sat-ka­beln pro­blem­los mög­lich. Selbst­ver­ständ­lich ist auch Time­s­hift nutz­bar. Hier hat uns das Ge­rät wirk­lich sehr gut ge­fal­len. Dank der vor­ab im Me­nü ein­stell­ba­ren Ti­mer­ver­län­ge­rung muss der Nut­zer auch kei­ne un­ge­woll­ten Kür­zun­gen durch Über­zie­hung im Vor­pro­gramm be­fürch­ten. Na­tür­lich ist es auch mög­lich, Au­tot­i­mer mit dem Vu+ Ul­ti­mo 4K zu nut­zen und so­mit sei­ne Lieb­lings­sen­dung wie­der­ho­lend mit­schnei­den zu las­sen. Man soll­te da­bei nur auf ei­ne aus­rei­chend gro­ße Fest­plat­te ach­ten.

Hy­bridfunk­tio­nen

Auch hier gibt es nichts zu be­an­stan­den. Be­reits im Image ak­ti­viert ist die Hbbtv-funk­ti­on für di­ver­se Fern­seh­sen­der. Hier konn­te das Ge­rät wie­der sei­ne Ge­schwin­dig­keit voll aus­spie­len und öff­ne­te im Test die Por­ta­le in atem­be­rau­ben­der Ge­schwin­dig­keit. So schnell wie beim Ul­ti­mo konn­ten wir bis­lang noch nie hy­bri­de Di­ens­te star­ten und Vi­de­os aus­wäh­len. Da macht die Nut­zung von HBBTV wirk­lich rich­tig Spaß und sorgt für ei­nen ganz neu­en Aha-ef­fekt. Selbst­ver­ständ­lich las­sen

sich auch hier zahl­rei­che wei­te­re Apps und Me­dia­the­ken nut­zen. Hier­zu müs­sen aber pas­sen­de Er­wei­te­run­gen wie bei­spiels­wei­se das aus­ge­spro­chen um­fang­rei­che Me­dia­por­tal in­stal­liert wer­den.

Hd­mi-ein­gang

Ein be­son­de­res High­light ist zwei­fel­los der Hd­mi-ein­gang des Ul­ti­mo 4K. Hier kön­nen pas­sen­de Zu­spie­ler an­ge­schlos­sen und das Si­gnal in den Vu+ ein­ge­speist wer­den. Zwar gab es zu­vor auch schon ei­ni­ge Re­cei­ver mit HD­MI-IN, die­se ver­wei­ger­ten aber bei „in­ter­es­san­ten“Kon­stel­la­tio­nen wie bei­spiels­wei­se dem An­schluss ei­nes Fi­re TV die Zu­sam­men­ar­beit. Gen­au­ge­nom­men ver­hin­der­te der HDCp-ko­pier­schutz ei­ne Wei­ter­ga­be we­gen der dann vor­han­de­nen Auf­nah­me­mög­lich­keit. Nicht so beim Ul­ti­mo. Beim An­schluss un­se­rer Fi­re-tv-box klapp­te die Auf­nah­me ein­wand­frei, egal von wel­cher App wir Me­di­en ein­spiel­ten. Auch die Auf­nah­me die­ser Fil­me funk­tio­nier­te. Nicht nur für den ei­nen oder an­de­ren Film­fan ist dies in­ter­es­sant, auch Spie­le­kon­so­len­be­sit­zer kön­nen mit dem Vu+ Ul­ti­mo 4K ih­re ei­ge­nen Ak­ti­vi­tä­ten be­quem mit­schnei­den und sie im Nach­gang Freun­den prä­sen­tie­ren.

Fa­zit

Der Vu+ Ul­ti­mo 4K hat un­se­re Te­st­re­dak­ti­on voll und ganz über­zeugt. Es gibt mo­men­tan weit und breit kei­nen Mit­be­wer­ber, der mit ei­nem ähn­li­chen Funk­ti­ons­um­fang auf­war­ten kann. Na­tür­lich muss sich je­der sel­ber die Fra­ge stel­len, ob al­le die­se Fea­tu­res auch be­nö­tigt wer­den. Al­ler­dings ist es wie im­mer im Le­ben: Wenn man ei­ne Funk­ti­on erst ein­mal be­sitzt, möch­te man die­se auch nicht mehr mis­sen. Vor al­lem die na­he­zu gren­zen­lo­se Auf­nah­me­mög­lich­kei­ten, die der Ul­ti­mo 4K im Test be­wie­sen hat, so­wie sei­ne Fle­xi­bi­li­tät beim Strea­men dürf­ten zwei­fel­los zu den Funk­tio­nen ge­hö­ren, die man nie mehr mis­sen will. Dank des HD­Mi-ein­gangs ist es nun auch mög­lich, Spie­le und an­de­re In­hal­te, die die Box nicht selbst wie­der­ge­ben kann, auf der Fest­plat­te zu ar­chi­vie­ren. Mul­ti­me­dia­lieb­ha­ber und Heim­ki­no­fans fin­den im neu­en Ul­ti­mo 4K die Traum­box schlecht­hin, die al­les bis­her auf dem Markt Be­find­li­che in den Schat­ten stellt und bes­tens auf­zeigt, war­um ex­ter­ne Bo­xen im Zeit­al­ter von Uhd-tv-ge­rä­ten mit üp­pi­ger Tu­ner­un­ter­stüt­zung trotz­dem noch Sinn ma­chen.

Gut sicht­bar: Im vor­de­ren Be­reich links kann der Mas­sen­spei­cher im­ple­men­tiert wer­den. Die ge­wähl­te Fest­plat­te soll­te nicht zu ge­ring sein, denn dank des Tu­ner­po­ten­ti­als wird man lie­ber ei­ne Auf­nah­me mehr tä­ti­gen als ei­ne zu we­nig

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