Rund­funk­bei­trag ist ver­fas­sungs­kon­form

Satellit Empfang + Technik - - Inhalt - TM

Eins vor­weg: Der 2013 ein­ge­führ­te Rund­funk­bei­trag ist an sich und im Gro­ßen und Gan­zen ge­setz­mä­ßig ver­ein­bar. Men­schen die zwei Woh­nun­gen be­woh­nen, muss­ten den Bei­trag bis­her dop­pelt zah­len und wa­ren so­mit ei­ner hö­he­ren fi­nan­zi­el­len Be­las­tung aus­ge­setzt. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat Mit­te Ju­li über die­sen Sach­ver­halt ge­ur­teilt. Be­trof­fe­ne kön­nen ab so­fort ei­nen Be­frei­ungs­an­trag stel­len. Bis 2020 hat das höchs­te deut­sche Ge­richt ent­schie­den, muss der Bei­trag nach­ge­bes­sert und dem Ur­teil an­ge­passt wer­den. End­schei­dend, so der Vi­ze­ge­richts­prä­si­dent, sei die Tat­sa­che dass die bun­des­wei­te Aus­strah­lung der Pro­gram­me ei­ne rea­lis­ti­sche Mög­lich­keit des Emp­fangs ge­währ­leis­tet. Die­se Tat­sa­che recht­fer­ti­ge in den Au­gen des Ge­richts die zu­sätz­li­che fi­nan­zi­el­le Be­las­tung. Ob ein ein­zel­ner das An­ge­bot nut­zen möch­te spielt da­bei kei­ne Rol­le. Grund für die An­kla­ge war das Er­ken­nen ei­ner un­ge­rech­ten Be­hand­lung von Singles, die ei­ner stär­ke­ren Be­las­tung aus­ge­setzt wa­ren, als Per­so­nen mit Mit­be­woh­ner. Die al­te Rund­funk­ge­bühr rich­te­te sich näm­lich da­nach, wie vie­le Gäs­te tat­säch­lich im Haus­halt ge­we­sen sind.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.