Kom­ple­xi­tät ist kein Hin­der­nis

schloss+beschlagmarkt - - Editorial - SIL­KE KOPPERS

Schaut man der­zeit auf die Ge­scheh­nis­se auf un­se­rem Pla­ne­ten, kann man ei­gent­lich nur noch den Kopf schüt­teln. Vie­le Men­schen ver­spü­ren der­zeit das star­ke Be­dürf­nis, sich in ih­re ei­ge­ne Welt zu­rück zu zie­hen. Doch auch hier, in der Schloss- und Be­schlag­bran­che, ist ei­ni­ges deut­lich kom­ple­xer ge­wor­den als es noch vor ei­ni­gen Jah­ren war. Vie­le Pro­duk­te sind nicht mehr nur rein me­cha­nisch. Sie sind zwar oft ein­fach in der An­wen­dung, aber von der Tech­nik her teil­wei­se kom­pli­zier­ter ge­wor­den – auf je­den Fall be­ra­tungs­in­ten­si­ver. Auch der Ser­vice­ge­dan­ke ist da­durch ver­stärkt wor­den – ver­kau­fen ist nicht mehr so ein­fach wie frü­her. Das weiß auch die In­dus­trie und un­ter­stützt nach ei­ge­nen An­ga­ben den Fach­han­del, wo sie kann. Vie­le set­zen zu­dem auf Sys­te­me, weil ein Pro­dukt al­lein in die­ser kom­ple­xer wer­den­den Welt nicht mehr aus­rei­che, heißt es oft – so et­wa bei As­sa Abloy (s. S. 8 ff). Auch das ist für den Han­del ei­ne ge­wis­se Zu­satz­auf­ga­be, muss er sich doch in die Sys­te­me ein­fuch­sen und die­ses Wis­sen ver­kauf­s­träch­tig ver­mit­teln. Ein Händ­ler, der das ver­stan­den und sich zu ei­ner Art Tau­send­sas­sa ent­wi­ckelt hat, ist CW Meyer in Oldenburg. Lan­ge war es still um den gro­ßen Fach­händ­ler im Nord­wes­ten Deutsch­lands. Doch tat­säch­lich hat sich dort viel ge­tan, wie sich bei ei­nem Be­such der Re­dak­ti­on vor Ort ge­zeigt hat (s. S. 16 ff). Bei all der Ve­rän­de­rung ha­ben sich die Ol­den­bur­ger stets am Kun­den­wunsch ori­en­tiert. Und eben je­ner Kun­de will ei­ne mehr als so­li­de Un­ter­stüt­zung in ei­ner Welt, die nicht nur ge­fühlt im­mer mehr Her­aus­for­de­run­gen an den Ein­zel­nen stellt. Die­sen Sup­port muss heu­te leis­ten, wer im Han­del nicht nur be­ste­hen, son­dern auch wach­sen will. Da­bei gilt es auch, wach­sam zu sein. Denn es sind nicht nur die tra­di­ti­ons­rei­chen Un­ter­neh­men, die auf dem Markt den Ton an­ge­ben. Es gibt auch fin­di­ge Neu­lin­ge, wie et­was Sal­to. Bin­nen ei­nes Jahr­zehnts nach der Grün­dung hat sich der An­bie­ter für elek­tro- ni­sche Zu­tritts­lö­sun­gen zum Mit­glied der Top 5 ge­mau­sert – welt­weit. Mitt­ler­wei­le ist das Un­ter­neh­men 15 Jah­re alt und wei­ter im Ran­king nach oben ge­klet­tert. Und da­mit man aus die­sen Sphä­ren auch nicht ab­stürzt, wird vor al­lem in die For­schung und Ent­wick­lung in­ves­tiert, aber auch in die Schu­lung des Fach­han­dels. Da schließt sich der Kreis. Und ir­gend­wann, in ei­ni­gen Jahr­zehn­ten, wird dann auch ein elek­tro­nisch ge­re­gel­tes Schloss in un­se­rer Schloss­ge­schich­te be­schrie­ben, als Rück­schau auf ein his­to­ri­sches Er­eig­nis. Doch zu­nächst fei­ert die Schloss­ge­schich­te sich selbst, ist sie doch schon seit zehn Jah­ren fes­ter Be­stand­teil un­se­res Fach­ma­ga­zins. An die­ser Stel­le möch­te die Re­dak­ti­on dem Au­tor der Schloss­ge­schich­te, und zu­gleich Herz und See­le die­ser Se­rie, Dr. Ul­rich Morgenroth, ganz herz­lich dan­ken für die vie­len klei­nen Ge­schich­ten und der da­mit ver­bun­de­nen ste­ten Wür­di­gung der Ent­wick­lung in ei­ner Welt, die schon im­mer kom­ple­xer ge­wor­den ist als sie es ges­tern war.

„Die­sen Sup­port muss heu­te leis­ten, wer im Han­del nicht nur be­ste­hen, son­dern auch wach­sen will.“

Herz­li­che Grü­ße

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