Bei Abus Pfaf­fen­hain wird auf gu­te Part­ner­schaf­ten ge­setzt – nicht nur am Ki­cker für das Fo­to.

Abus Pfaf­fen­hain er­war­tet ei­nen neu­en Mon­ta­ge­au­to­ma­ten

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cfk.– Si­cher nicht all­täg­lich ist es, wenn das Luft­fahrt­bun­des­amt sich bei ei­nem Un­ter­neh­men der Be­schlag­bran­che zum Kon­troll­be­such an­kün­digt. Doch für Abus Pfaf­fen­hain bringt die­ser ei­ni­ges an Vor­tei­len. Beim Be­such im Erz­ge­bir­ge wur­de der Re­dak­ti­on nicht nur er­klärt, wo­zu es gut ist, ein „be­kann­ter Ver­sen­der“zu sein.

Die Vor­tei­le ei­ner er­folg­reich be­stan­de­nen Über­prü­fung ver­ein­fa­che die Ab­wick­lung mit dem Zoll, wie Sven Stuhl­mann, Ver­triebs­lei­ter Abus Pfaf­fen­hain und Abus Sec­cor, er­läu­tert. Da­zu müs­sen di­ver­se Si­cher­heits­stan­dards sei­tens des Her­stel­lers ge­bo­ten wer­den, ins­be­son­de­re müs­sen gu­te Zu­tritts­kon­trol­len ge­währ­leis­ten, dass kei­ne be­triebs­frem­den Per­so­nen Zu­gang zur Wa­re ha­ben oder auch, dass nicht so­gleich er­kenn­bar ist, wel­che Pa­ke­te für wen be­stimmt sind. „Dies ist ein An­satz, um ter­ro­ris­ti­sche Ak­ti­vi­tä­ten bei Luft­frach­ten im Vor­feld zu ver­mei­den“, er­klärt

Micha­el Ul­rich, Ge­schäfts­füh­rer Abus Pfaf­fen­hain. „Un­se­re Wa­re ist schnel­ler beim Kun­den, man ge­winnt Zeit, ich schät­ze ei­nen Tag, al­lein da­durch, dass ei­ni­ge bü­ro­kra­ti­sche Hür­den weg­fal­len.“Bei dem Kon­troll­rund­gang wird das Luft­fahrt­bun­des­amt auch in ei­ne recht lee­re Hal­le ge­kom­men sein. Le­dig­lich ei­ni­ge Platz­hal­ter ste­hen dort, doch gibt de­ren Be­druckung Auf­schluss, dass hier ei­ne neue Mon­ta­ge­li­nie in­stal­liert wird. Hier wird in die­sen Ta­gen ein neu­er Mon­ta­ge­au­to­mat auf­ge­baut. „Da­mit kön­nen wir von ei­nem bis unend­lich vie­len Zy­lin­der im Kun­den­pro­fil aus un­se­rem Bau­kas­ten fer­ti­gen“, ver­rät Ul­rich Details zu dem neu­en Groß­ge­rät. Dass die­se voll­au­to­ma­ti­sche Ma­schi­ne Mit­ar­bei­ter ver­drängt, ist kein The­ma, denn „wir brau­chen die Ka­pa­zi­täts­er­wei­te­rung“, macht Ul­rich deut­lich. Seit 2003 ge­hört der eins­ti­ge VEB zu der Abus Grup­pe, seit 2008 fir­miert er auch un­ter dem ro­ten Lo­go. Abus Pfaf­fen­hain scheint als Spe­zia­list für Schließ­an­la­gen wei­ter auf der Er­folgs­spur zu sein, was so­wohl die auf 260 Mit­ar­bei­ter ge­stie­ge­ne Be­leg­schaft be­stä­tigt, als auch die In­ves­ti­tio­nen, die an die­sem Stand­ort seit Jah­ren ge­tä­tigt wer­den. Denn ne­ben dem er­war­te­ten Mon­ta­ge­au­to­ma­ten wur­de un­ter an­de­rem auch ein Ge­bäu­de um­fang­reich um­ge­baut und da­mit neue Ar­beits­plät­ze, Schu­lungs­räu­me und Aus­stel­lungs­flä­che ge­schaf­fen. Den neu­en Wind merkt man di­rekt beim Be­tre­ten des Ge­bäu­des, denn ei­ne der auf­fäl­ligs­te Neue­rung ist der ele­gan­te, gro­ße, glä­ser­ne Vor­bau, über den die Be­su­cher nun das Ge­bäu­de be­tre­ten. Nach­hal­tig­keit und Be­re­chen­bar­keit wird bei Abus groß ge­schrie­ben. Das spie­gelt sich auch in Lie­fe­rung und Leis­tung wie­der. „Wir pfle­gen auch noch bei vie­len Kun­den Schließ­an­la­gen aus den 1950er und 1960er Jah­ren“, sagt Ul­rich, „das ist auch ein Zei­chen von Be­stän­dig­keit. Wenn ein Kun­de un­ser Pro­dukt ein­baut, kann er si­cher sein, in Jahr­zehn­ten da­zu noch be- treut zu wer­den.“Ein Grund die­ser Zu­ver­läs­sig­keit ist si­cher die Fer­ti­gungs­tie­fe. „Da­durch, dass wir nur Roh­ma­te­ria­li­en kau­fen und fer­ti­ge Zy­lin­der lie­fern, kön­nen wir die­sen Ser­vice ga­ran­tie­ren. Wir sind da kei­nen Ab­hän­gig­kei­ten un­ter­wor­fen“, sagt Ul­rich. Selbst die kleins­te Fe­der und der win­zigs­te Stift, die sich in den Zy­lin­dern be­fin­det, fast al­les wird im Un­ter­neh­men selbst ge­fer­tigt. Das be­darf vie­ler Fach­kräf­te, doch an de­nen scheint es in Pfaf­fen­hain nicht zu man­geln. „Wir ha­ben hier ein recht in­dus­tri­el­les Um­feld. Vie­le Ar­bei­ter, die zu­vor gen Wes­ten ge­pen­delt sind, ar­bei­ten lie­ber wie­der hier vor Ort. Zu­dem gibt es vie­le gu­te Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten“, hält Stuhl­mann die Re­gi­on um Chem­nitz für prä­des­ti­niert für die me­tall­ver­ar­bei­ten­de Bran­che. Vie­le Wer­ke, viel Mit­tel­stand, von de­nen sich vie­le Un­ter­neh­men auch mit Mecha­nik be­schäf­ti­gen, lau­ten wei­te­re Vor­tei­le der Re­gi­on. Und Abus bil­det sich sei­nen Nach­wuchs auch selbst aus: Von der Bü­ro­kauf­frau über den Werk­zeug­ma­cher bis zum Zer­spa­nungs­me­cha­ni­ker bie­tet das Un­ter­neh­men ver­schie­de­ne Aus­bil­dungs­be­ru­fe.

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