Ge­spräch mit der Ge­schäfts­füh­rung der As­sa Abloy Si­cher­heits­tech­nik, Ste­fan Fisch­bach (l.) und Andre­as Wa­ge­ner.

As­sa Abloy Si­cher­heits­tech­nik baut wei­ter auf die en­ge Zu­sam­men­ar­beit mit dem Fach­han­del

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cfk.– Mit­te des 19. Jahr­hun­derts fer­tig­te das nord­ame­ri­ka­ni­sche Un­ter­neh­men Ya­le sei­ne ers­ten Si­cher­heits­schlös­ser, im Jahr 2000 über­nahm die As­sa Abloy Grup­pe das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men und führ­te es als die Mar­ke für pri­va­tes Woh­nen im Markt ein. Nun soll die Mar­ke, die sich selbst der „Welt be­lieb­tes­tes Schloss“nennt, mit fri­schem Schwung deut­li­cher plat­ziert wer­den. Dies und ei­ni­ges mehr ver­rie­ten die Ge­schäfts­füh­rer Ste­fan Fisch­bach und Andre­as Wa­ge­ner bei ei­nem Som­mer­ge­spräch am Ver­triebs- und Ver­wal­tungs­sitz der As­sa Abloy Si­cher­heits­tech­nik in der Ber­li­ner At­ti­la­stra­ße.

Gut 150 Mil­lio­nen Eu­ro setzt Ya­le jähr­lich welt­weit um, „den Groß­teil da­von in Groß­bri­tan­ni­en“, wie Andre­as Wa­ge­ner, Ge­schäfts­füh­rer Ver­trieb und Mar­ke­ting Deutsch­land, sagt. Der deut­sche Um­satz soll nun mit ver­schie­de­nen Maß­nah­men an­ge­kur­belt wer­den. Ei­ne Ba­sis ist wohl be­reits vor­han­den, denn „im DIY-Be­reich ist Ya­le auch hier­zu­lan­de be­reits ak­tiv “, sagt Wa­ge­ner. Ins­be­son­de­re das Nach­rüst­ge­schäft im Be­reich Tür­si­cher­heit öff­net der Un­ter­neh­mens­grup­pe neue Ge­schäfts­fel­der, denn „Ya­le er­gänzt un­se­re klei­nen Pro­dukt­lü­cken, die wir bei As­sa Abloy hat­ten“, so Wa­ge­ner. Da­bei zei­ge mitt­ler­wei­le auch der Fach­han­del ge­stei­ger­tes In­ter­es­se an Ya­le-Pro­duk­ten, denn, so Wa­ge­ner, „auch der Fach­han­del möch­te Pro­duk­te im Ein­stei­ger­seg­ment für das B2C Seg­ment an­bie­ten“. Da passt nun schein­bar auch die elek­tro­ni­sche Schließ­lö­sung „Entr“per­fekt ins Sor­ti­ment.

Der Smart Ho­me-Markt wächst

Die­ser ist nicht nur nach­rüst­bar, per App, Fin­ger­scan, PIN oder Schlüs­sel zu öff­nen, son­dern „Entr“lässt sich auch in di­ver­se Smart Ho­me-Sys­te­me in­te­grie­ren. „Der Smart Ho­me-Markt wächst, hat aber auch ein an­de­res Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis als der Ob­jekt­markt“, merkt Ste­fan Fisch­bach an, Vor­sit­zen­der der Ge­schäfts­füh­rung der As­sa Abloy Si­cher­heits­tech­nik und Mar­ket Re­gi­on Ma­na­ger D/A/CH. Noch sei der Markt, was den Um­satz be­trifft, hier­zu­lan­de in den An­fän­gen, aber „wir sind früh­zei­tig mit ein­ge­stie­gen. Vie­le Un­ter­neh­men tum­meln sich da jetzt, aber der Markt wird sich kon­so­li­die­ren“, ist Wa­ge­ner über­zeugt. „Un­ser An­satz lau­tet, Pro­duk­te zu ha­ben, die sich in eta­blier­te Smart Ho­me Sys­te­me in­te­grie­ren las­sen.“Das funk­tio­niert ganz of­fen­sicht­lich mit „Entr“, denn die elek­tro­ni­sche Schließ­lö­sung ist ei­nes der

Zug­pfer­de, mit de­nen zum Bei­spiel der Ener­gie­rie­se RWE sein Smart Ho­me-Pro­gram­me be­stückt und ver­treibt. Doch hat man beim Markt­füh­rer in Sa­chen Si­cher­heits­tech­nik auch et­was ei­ge­nes Smar­tes im Vi­sier. Für die Se­cu­ri­ty in Es­sen ver­spricht Wa­ge­ner ein „ei­ge­nes Smart Li­ving Pro­gramm.“Details wer­den aber noch nicht ver­ra­ten. „Das Pro­gramm wird un­ter der Ya­le-Flag­ge lau­fen“deu­tet Wa­ge­ner an. Der Ver­trieb soll zwar in ers­ter Li­nie über den Fach­han­del ab­ge­wi­ckelt wer­den, nicht zu­letzt we­gen des The­mas Ser­vice, doch wird „Smart Li­ving“zu­sätz­lich im DIYBe­reich plat­ziert. Der Grund für die­se Über­le­gun­gen: „Das gibt ei­ne ho­he Auf­merk­sam­keit beim End­kun­den.“

Mo­de­ra­tes Wachs­tum

Die­se Auf­merk­sam­keit ge­nießt das eta­blier­te Schließ­zy­lin­der­pro­gramm „Cliq“, das im Port­fo­lio der As­sa Abloy Mar­ke Ikon läuft, be­reits seit vie­len Jah­ren. „Es läuft sehr gut, es gibt auch ei­ni­ge au­ßer­ge­wöhn­li­che Groß­pro­jek­te mit dem elek­tro­ni­schen Schließ­sys­tem ,eC­liq , grund­sätz­lich herrscht da ein po­si­ti­ver Trend im Markt“, so Wa­ge­ner. Die­ser wird mit ei­nem mo­de­ra­ten Wachs­tum von et­wa vier bis sechs Pro­zent be­zif­fert, al­ler­dings un­ter Aus­klam­me­rung der Groß­pro­jek­te. Mit dem me­cha­ni­schen Seg­ment zeigt sich die Ge­schäfts­füh­rung eben­falls zu­frie­den. Gu­te Qua­li­tät und Lie­fer­per­for­mance ha­be man da in den Markt ge­bracht, und „wenn das stimmt, hat man auch ei­ne Nach­fra­ge“, so Fisch­bach. Ge­ne­rell sei die­ser Be­reich ein sta­bi­ler Markt mit gro­ßem Vo­lu­men, aber eben ins­ge­samt kein groß­ar­ti­ger Wachs­tums­markt. Sehr zu­frie­den ist man über die Ent­wick- lung im Be­reich Tür­schlie­ßer. „Bei al­len maß­geb­li­chen Händ­lern sind wir auf La­ger, leis­ten gu­te Ver­triebs- und Ob­jekt­ar­beit“, sagt Fisch­bach. „Wir ha­ben un­se­re kla­re Ver­triebs­po­li­tik wei­ter­ge­führt. Es war ein har­ter stei­ni­ger Weg, aber jetzt sind wir eta­bliert“, sieht er sich als Num­mer Drei für die­ses Seg­ment im Markt. Ein klei­ner Vor­teil sei ge­we­sen, dass die han­deln­den Per­so­nen bei As­sa Abloy be­reits lan­ge im Markt sind. „Sie ken­nen uns al­le, ver­trau­en uns“, so Fisch­bach. Ins­ge­samt er­war­tet er für 2016 er­neut ein zwei­stel­li­ges Wachs­tum. Schwie­ri­ger ge­stal­te sich die Si­tua­ti­on auf dem ös­ter­rei­chi­schen Markt. „Der ist sehr preis­ge­trie­ben, liegt teil­wei­se 30 bis 40 Pro­zent un­ter dem

FO­TOS: AS­SA ABLOY (2), RE­DAK­TI­ON/TS

Die Pro­duk­ti­ons­hal­len in der Go­erz­al­lee, wo Ikon- und Ya­le-Pro­duk­te her­ge­stellt wer­den. Ste­fan Fisch­bach und Andre­as Wa­ge­ner beim Som­mer­ge­spräch. In der Ber­li­ner At­ti­la­stras­se ist der Ver­trieb an­ge­sie­delt.

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