„In der Li­ga spie­len nur we­ni­ge“

Witt­kopp setzt auf Qua­li­tät, Ser­vice und Kun­den­nä­he

schloss+beschlagmarkt - - Industrie -

cfk.- 160 Jah­re alt wird im kom­men­den Jahr der Vel­ber­ter Her­stel­ler von Hoch­si­cher­heits­schlös­sern Carl Witt­kopp. In Zei­ten wei­ter stei­gen­der Ein­bruch­zah­len und sin­ken­der Zin­sen bei den Ban­ken set­zen vie­le Men­schen auf Tre­so­re. Und vor­ran­gig für sie stellt Witt­kopp Schlös­ser her, das Ge­schäft soll­te al­so brum­men.

Tat­säch­lich be­stä­tigt Wolf­gang Bre­de, Ge­schäfts­füh­rer und ei­ner der bei­den In­ha­ber der Ge­sell­schaft, „es in­ter­es­sie­ren sich im­mer mehr Per­so­nen im Pri­vat­be­reich für Tre­so­re, für die das frü­her kein The­ma war.“Als Ur­sa­che nennt er: „Es gibt kei­ne Zin­sen mehr und das Ver­trau­en in die Ban­ken schwin­det, al­so hor­ten im­mer mehr Men­schen ihr Ver­mö­gen zu Hau­se.“Ent­spre­chend soll­te das Ge­schäft lau­fen, doch mit kon­kre­ten Um­satz­zah­len hält sich Bre­de vor­nehm zu­rück, ver­rät im­mer­hin: „In die­sem Jahr ver­zeich­nen wir ein star­kes Wachs­tum.“Statt die „zwei­stel­li­ge Pro­zent­zahl“zu kon­kre­ti­sie­ren, ver­weist er dar­auf, dass Witt­kopp sei­ne Schlös­ser nur für zer­ti­fi­zier­te Wert­be­hält­nis­se lie­fert. Die­se Kon­zen­tra­ti­on auf wirk­li­che Qua­li­tät birgt der­zeit al­ler­dings noch ei­ne Schwach­stel­le. „Wir stel­len für das B2B-Ge­schäft zwar qua­li­ta­tiv bes­se­re Pro- duk­te her, ver­mark­ten dies aber schlech­ter als die Her­stel­ler, die sich in ers­ter Li­nie auf das End­kun­den­mar­ke­ting spe­zia­li­siert ha­ben“, sagt Bre­de. „Das be­deu­tet, wir müs­sen ef­fi­zi­en­te We­ge fin­den, die bes­se­re Pro­dukt­qua­li­tät dem End­kun­den ver­ständ­lich zu er­klä­ren.“Als füh­ren­der Schloss­her­stel­ler für Tre­so­re und auch Waf­fen­schrän­ke in Deutsch­land stört es Bre­de ein we­nig, dass die Qua­li­täts­merk­ma­le der Wert­be­hält­nis­se nicht län­der­über­grei­fend ein­heit­lich be­mes­sen sind.

Qua­li­tät der Tests

Ne­ben den beim VdS ge­prüf­ten Tre­so­ren „gibt es auch vie­le Pro­duk­te, die im Aus­land ge­tes­tet wur­den“, weiß Bre­de über Markt­be­glei­ter. Die­se wür­den dann mit zwei­fel­haf­ten Aus­zeich­nun­gen dem Kun­den an­ge­bo­ten, der über die Un­ter­schie­de in der Qua­li­tät der Tests nichts wis­se. So bleibt ihm die Emp­feh­lung: „Wenn ich mich schüt­zen will, soll­te ich mich gut in­for­mie­ren und dann et­was kau­fen, das auch Jahr­zehn­te hält. Da darf es nicht an 100 Eu­ro schei­tern.“Ver­triebs­lei­ter Ek­ke­hard Gram bringt es auf ei­ne ein­fa­che For­mel: „Die Schutz­klas­sen sind qua­si in Geld zu über­set­zen.“Das be­deu­tet ein­mal, dass ein hö­he­rer VdS-Grad in der Re­gel auch ei­nen hö­he­ren An­schaf­fungs­preis zur Fol­ge hat, aber auch die Wer­te, die von den Ver­si­che­run­gen bei den je­wei­li­gen Schutz­klas­sen ma­xi­mal er­stat­tet wer­den, stei­gen mit den ein­zel­nen Klas­sen an. Was sich im Lau­fe der vie­len Jahr­zehn­te, die sich Witt­kopp nun schon mit den Hoch­si­cher­heits­schlös­sern be­fasst, ge­än­dert hat, sind ins­be­son­de­re die Schließ­va­ri­an­ten. Das aus al­ten Bank­räu­ber­fil­men be­kann­te Zah­len­dreh­schloss ist ge­nau­so wie ein ein­fa­ches Schlüs­sel­sys­tem heu­te et­was aus der Mo­de ge­kom­men. Auch beim Tre­sor sind es Pin­code oder der Fin­ger­scan, die die Schließ­me­cha­nik in Gang set­zen. Denn „auch hin­ter ei­nem elek­tro­ni­schen Schloss liegt die Mecha­nik als Ba­sis“, be­tont Bre­de. Wo­bei er emp­fiehlt, ein elek­tro­ni­sches Schloss mit ei­nem me­cha­ni­schen Not­schloss zu er­gän­zen, zu­min­dest „wenn man 100-pro­zen­ti­ge Ver­füg­bar­keit ha­ben möch­te.“

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