Bleibt al­les an­ders?

Bei Wil­ka hat ein Ge­ne­ra­tio­nen­wech­sel statt­ge­fun­den

schloss+beschlagmarkt - - Industrie -

kosi. – Die ers­ten 100 Ta­ge nach der Staf­fel­stabüber­ga­be vom Va­ter zum Sohn sind vor­über. Seit An­fang Mai die­ses Jah­res ist Ro­bert Schlie­per al­lei­ni­ger Ge­schäfts­füh­rer von Wil­ka. Die Re­dak­ti­on hat sich mit ihm über sei­ne bis­he­ri­gen Er­fah­run­gen un­ter­hal­ten.

Schlie­per Wolf­gang K. schon ko­misch, dass ein Platz nach so vie­len Jah­ren nun mit je­mand an­de­rem be­setzt ist. Aber ich bin an­ge­kom­men“, meint der Ju­ni­or und kann sich da­bei auf die Un­ter­stüt­zung sei­ner Be­leg­schaft ver­las­sen. Das war auch spür­bar, als die Ver­ab­schie­dung des Se­ni­ors durch die An­ge­stell­ten an sei­nem vor­letz­ten Ar­beits­tag vom Ju­ni­or heim­lich ge­plant wur­de. Da­mit die Über­ra­schung ge­lang, ver­sam­mel­ten sich al­le An­we­sen­den der 250 Mit­ar­bei­ter nach der of­fi­zi­el­len Ab­schieds­run­de in­mit­ten der Pro­duk­ti­on um ih­rem aus­schei­den­den Chef ein herz­li­ches „Dan­ke­schön“zu sa­gen – ein er­grei­fen­der Mo­ment, nicht nur für den an­ge­hen­den Ru­he­ständ­ler. „Das war schon sehr be­we­gend“, ge­steht der heu­ti­ge Ge­schäfts­füh­rer. Und was ver­än­dert sich jetzt? Wo­rin liegt der Un­ter­schied im Füh­rungs­stil zum Va­ter? „Die Fra­ge ist schwer zu be­ant­wor­ten. Ich wür­de sa­gen, ich ma­che es an­ders. Un­ter an­de­rem le­ge ich ei­nen ho­hen Wert auf den Ver­trieb, das Mar­ke­ting und ei­nen op­ti­mier­ten Ablauf. Wir ar­bei­ten ge­ra­de dar­an, Wil­ka noch bes­ser nach au- ßen hin zu prä­sen­tie­ren. Da­zu ge­hört bei­spiels­wei­se die neue In­ter­net-Sei­te, aber auch Wer­be­maß­nah­men, die be­reits auf den Weg ge­bracht wur­den. Hier ha­ben wir schon sehr po­si­ti­ve Re­so­nanz er­hal­ten. Ich ar­bei­te der­weil dar­an, die Mit­ar­bei­ter mehr ein­zu­bin­den. Da­für ist ein ste­ter Dia­log er­for­der­lich und ich dre­he erst mal nur an ein paar klei­nen Räd­chen. Vo­r­erst kann ei­ne Ve­rän­de­rung nur im Klei­nen statt­fin­den, um spä­ter grö­ße­re Pro­jek­te zu rea­li­sie­ren – aber über die kann ich jetzt noch nicht spre­chen“, so Schlie­per. Deut­lich ist schon heu­te, dass die in­ter­ne Ar­beit auch die Au­ßen­wir­kung prä­gen wird. „Die Ba­sis ist durch­aus vor­han­den, muss aber in­ten­si­viert wer­den. Da­für fun­gie­re ich häu­fig als Mitt­ler“, er­läu­tert der 34-Jäh­ri­ge. Par­al­lel steht die Her­aus­for­de­rung an, dass der Kun­den­sup­port und der Ser­vice im­mer wich­ti­ger wer­den. „Hier le­gen wir den Fo­kus be­son­ders auf un­se­ren Me­tal­lund Flucht­tü­ren­be­reich so­wie auf die me­cha­ni­schen und elek­tro­ni­schen Schließ­an­la­gen. Da­bei hat die Han­delstreue für uns wei­ter­hin Prio­ri­tät, ist aber im Flucht­tü­ren­be­reich nicht im­mer ein­fach. Der Fach­han­del be­kommt hier­bei Un­ter­stüt­zung durch un­se­re Fach­be­ra­ter, muss das Wis­sen aber auch an­neh­men und in Be­ra­tungs­leis­tung um­set­zen. Es ist we­nig er­quick­lich, wenn der Ver­ar­bei­ter sich auf­grund man­geln­der Be­ra­tung durch den Fach­han­del an den Her­stel­ler wen­den muss“, stellt Schlie­per fest. Fach­be­ra­ter sind bei Wil­ka üb­ri­gens im­mer Me­tall­bau­meis­ter und Ex­per­ten auf ih­rem Ge­biet. „Er er­stellt kei­ne An­ge­bo­te oder er­le­digt sons­ti­ge kauf­män­ni­sche Leis­tun­gen. Das ob­liegt wei­ter­hin dem Ver­trieb und das soll auch so blei­ben“, ver­si­chert der Ge­schäfts­füh­rer. Den­noch wird sich auf ab­seh­ba­re Zeit das ein oder an­de­re in dem Vel­ber­ter Un­ter­neh­men ver­än­dern.

FO­TO: RE­DAK­TI­ON/KOSI

Ro­bert Schlie­per (34) hat An­fang Mai die Ge­schäfts­lei­tung von Wil­ka über­nom­men und be­rich­tet im Ver­lags­haus Wohl­farth, der Hei­mat der schloss+be­schlag­markt- Re­dak­ti­on über sei­ne ers­ten 100 Ta­ge oh­ne sei­nen Va­ter an sei­ner Sei­te.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.