Trend zu Alarm­an­la­gen

Bo­guard setzt auf wach­sen­de Nach­fra­ge im Pri­vat­be­reich

schloss+beschlagmarkt - - Industrie -

cfk.- Ei­nen mu­ti­gen Schritt wag­te vor knapp zwei Jah­ren Jörn Both: Er grün­de­te im nie­der­rhei­ni­schen Kor­schen­broich Bo­guard, „das Un­ter­neh­men für Alarm­sys­te­me“, so die Be­schrei­bung. Mit Mit­ar­bei­tern der TU Ham­burg wur­de die Tech­nik für die Pro­duk­te kon­zi­piert, bei Op­tik und De­sign ori­en­tier­te sich Both an den Pro­duk­ten von App­le.

Über 28 Jah­re lang war er bei ver­schie­de­nen Un­ter­neh­men in der Bran­che be­schäf­tigt, zu­letzt als Nie­der­las­sungs­lei­ter mit Pro­ku­ra bei Ke­so. Privat hat­te Jörn Both sich schon lan­ge mit Alarm­an­la­gen be­schäf­tigt. „Das kam durch di­ver­se USAAuf­ent­hal­te. Da stell­te ich auch fest, dass die Alarm­an­la­gen hier­zu­lan­de noch recht teu­er sind“, sagt er. So reif­te im­mer mehr der Ge­dan­ke, „das kön­nen wir viel­leicht bes­ser.“Mit Mit­ar­bei­tern der TU Ham­burg wur­de dann ge­mein­sam über­legt, was ei­ne gu­te Alarm­an­la­ge in Deutsch­land be­nö­tigt. Um die Pro­duk­ti­ons­kos­ten nied­rig zu hal­ten, wur­de in Chi­na nach ei­nem Her­stel­ler Aus­schau ge­hal­ten. Nach lan­ger Su­che wur­de ein Un­ter­neh­men ge­fun­den, das auch den An­sprü­chen Boths ge­nüg­te, und die ers­ten Pro­duk­te von Alarm­zen­tra­len, Vi­deo­über­wa­chung, draht­lo­sen Re­pea­tern bis zu Glas­bruch­mel­dern oder Gas­mel­der wur­den pro­du­ziert. „Un­ser Ziel lau­tet, im ers­ten Jahr in Deutsch­land 250 000 Eu­ro Um­satz zu er- rei­chen. Das wer­den wir über­tref­fen“, zeigt sich Both zu­frie­den. Sein Vor­teil ist, dass ne­ben sei­ner pri­va­ten Ein­la­ge die ei­ge­ne Fa­mi­lie mit in die Un­ter­neh­mung in­ves­tiert hat, da­zu ein Kre­dit bei der Bank, aber kei­ne Frem­din­ves­to­ren. „Am An­fang hat­te wir nach In­ves­to­ren ge­sucht und auch mit In­ter­es­sier­ten Ge­sprä­che ge­führt, doch die Ab­hän­gig­kei­ten wä­ren ein­fach zu groß ge­we­sen“, sagt er. „So sind wir auch nicht ver­pflich­tet, un­be­dingt be­stimm­te Um­satz­zie­le zu er­rei­chen.“Zu­dem hat er noch ein Ass im Är­mel, denn sei­ne Pro­duk­te wer­den in den USA, Groß­bri­tan­ni­en und Ir­land be­reits als OEM-Ver­sio­nen ver­trie­ben, mo­di­fi­ziert auf die lan­des­ty­pi­schen Nor­men und An­sprü­che. „In Ös­ter­reich und Frank­reich gibt es auch be­reits Ge­sprä­che mit in­ter­es­sier­ten Part­nern. Über kurz oder lang möch­ten wir auch in den skan­di­na­vi­schen Markt“, so Both. Ins­ge­samt hat er be­reits 140 Fach­händ­ler in Deutsch­land ge­won­nen, die Bo­guard ver­trei­ben, 40 ha­ben so­gar ei­ne Mus­ter­wand ein­ge­rich­tet. „Im Früh­jahr sind es 25 Pro­duk­te, die wir hier im Markt ha­ben, aber im Schreib­tisch schlum­mern noch Ide­en für 150 wei­te­re“, sagt Both. Dem Fach­han­del will er treu blei­ben, auch wenn er sei­ne Pro­duk­te on­li­ne an­bie­tet. „Lie­fe­rung und In­stal­la­ti­on geht im­mer über den Fach­han­del“, ver­spricht er. Den Trend zu Alarm­an­la­gen im pri­va­ten Be­reich sieht er nicht nur un­ge­bro­chen, son­dern wei­ter wach­send. Das wä­ren dann gu­te Aus­sich­ten für Bo­guard, „das Un­ter­neh­men für Alarm­sys­te­me“.

FO­TO: RE­DAK­TI­ON/CFK

Jörn Both an sei­nem Schreib­tisch im frisch ein­ge­rich­te­ten Bü­ro in Kor­schen­broich.

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