Licht und Schat­ten

schloss+beschlagmarkt - - Editorial -

Nach dem er­freu­li­chen Bau­jahr 2016 rech­net der Bun­des­ver­band Baustoffe – St­ei­ne und Erden auch für 2017 mit ei­ner wei­ter­hin dy­na­mi­schen Bau­nach­fra­ge, die auch bei der Zu­lie­fer­in­dus­trie für ent­spre­chen­de Zu­wäch­se sor­gen dürf­te. Flan­kiert wird der Bau­auf­schwung von der ins­ge­samt po­si­ti­ven ge­samt­wirt­schaft­li­chen La­ge. Um den Neu­bau­sek­tor macht sich auch die Schloss- und Be­schlag­bran­che kei­ne Sor­gen, wie uns in Ge­sprä­chen oft ver­deut­licht wird. Be­denk­li­cher ist da eher der Sa­nie­rungs­markt. Seit Jah­ren wird pro­phe­zeit, dass er den Um­satz an­kur­beln wird. Dar­auf hat­te zu­min­dest die Bun­des­re­gie­rung schon vor vie­len Jah­ren ge­setzt und woll­te dies mit ei­ner För­de­rung von en­er­ge­ti­schen Sa­nie­rungs­maß­nah­men be­feu­ern. Ne­ben der Er­neue­rung der Hei­zung und ei­ner ver­bes­ser­ten Däm­mung soll­ten da­bei auch im­mer noch mo­der­ne Fens­ter und Tü­ren auf der To-Do-Lis­te vie­ler Haus- und Woh­nungs­be­sit­zer ste­hen. Doch die schert das an­schei­nend we­nig und da­her zeich­net sich die von der Bun­des­re­gie­rung an­ge­streb­te Ver­dopp­lung der jähr­li­chen Sa­nie­rungs­ra­te von ein auf zwei Pro­zent – die zur Er­rei­chung der Kli­ma­schutz­zie­le im Jahr 2020 er­for­der­lich ist – wei­ter­hin nicht ab. Das zei­gen die Sta­tis­ti­ken für 2015 und 2016 des neu­en Ge­bäu­de­re­ports der deut­schen Ener­gie­agen­tur De­na eben­so wie ei­ne Er­he­bung vom Deut­schen In­sti­tut für Wirt­schafts­for­schung (DIW) im Mai 2015. Of­fen­bar grei­fen die be­ste­hen­den För­der­pro­gram­me bei vie­len Im­mo­bi­li­en­ei­gen­tü­mern nicht. Ein Aspekt, den die Bran­che im Wahl­jahr 2017 si­cher auf dem Zet­tel hat. Ein ganz an­de­res The­ma hat uns in der Re­dak­ti­on vom schloss+ be­schlag­markt nicht auf ei­nem Zet­tel, son­dern per E-Mail er­reicht: ein Le­ser­brief. Lei­der kommt das viel zu sel­ten vor. Da­bei ist die Rück­mel­dung un­se­rer Le­ser wich­tig für un­se­re Ar­beit und da­mit für die In­hal­te des Ma­ga­zins. Nur so kön­nen wir wis­sen, ob un­se­re Be­rich­te in­ter­es­sant sind und wo wir wie et­was ver­bes­sern kön­nen. Der Le­ser­brief, der uns al­so kürz­lich er­reich­te (s. S. 15) zeigt uns noch et­was wei­te­res We­sent­li­ches: Bei Nicht­ge­fal­len wird oft di­rekt an die Kün­di­gung des Abon­ne­ments ge­dacht – ein ra­di­ka­ler Schritt, wie wir fin­den, und der zeigt, wie lei­den­schaft­lich der schloss+ be­schlag­markt ge­le­sen wird. Im vor­lie­gen­den Fall hat der Au­tor des Brie­fes dan­kens­wer­ter Wei­se von ei­ner Kün­di­gung ab­ge­se­hen. Grund für die spon­ta­ne Ein­ge­bung war ein Be­richt über ei­nen Her­stel­ler, in dem sich der Kun­de nicht wie­der­ge­fun­den hat be­zie­hungs­wei­se ei­ni­ge Aus­sa­gen so nicht be­stä­ti­gen konn­te. Das wie­der­um konn­te der Au­tor des Ar­ti­kels nicht wis­sen, der vor Ort beim Her­stel­ler war und auf des­sen Aus­sa­gen sich sein Be­richt stützt. Die Sicht­wei­se des Kun­den er­fährt man in der Re­gel nicht be­zie­hungs­wei­se nicht aus ob­jek­ti­ver Sicht – und da hel­fen un­ter an­de­rem Le­ser­brie­fe sehr. Sie sind ei­ne gu­te in­halt­li­che Er­gän­zung zur Be­richt­er­stat­tung und bie­ten wie­der­um an­de­ren Le­sern wei­te­re Fa­cet­ten zu ei­nem be­stimm­ten The­ma. Al­so bit­te wei­ter­hin her da­mit und vie­len Dank für die Un­ter­stüt­zung.

Herz­li­che Grü­ße

„Of­fen­bar grei­fen die be­ste­hen­den För­der­pro­gram­me bei vie­len Im­mo­bi­li­en­ei­gen­tü­mern nicht.“

SIL­KE KOP­PERS

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