Ge­fäng­nistür von 1890

Von Dr. Ul­rich Mor­gen­roth

schloss+beschlagmarkt - - Markt + Technik -

Die 2. Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts war ei­ne Zeit ra­san­ter wirt­schaft­li­cher und so­zia­ler Ve­rän­de­run­gen. Die In­dus­tri­el­le Re­vo­lu­ti­on er­fass­te al­le Le­bens­be­rei­che. Mit den Strö­men von Men­schen, die vom Land in die Städ­te flos­sen, ent­stand ei­ne Si­tua­ti­on, die zu ei­nem aus­bruch­ar­ti­gen An­stieg in der Kri­mi­na­li­tät führ­ten. An­ge­regt von den Ent­wick­lun­gen in En­g­land ent­stand auch bald in Deutsch­land ein ge­re­gel­tes Po­li­zei­we­sen, was da­zu führ­te, dass man nun ei­ne gro­ße Zahl von Straf­ge­fan­ge­nen un­ter­brin­gen muss­te. Auch hier bau­te man auf die Er­fah­run­gen Groß­bri­tan­ni­ens auf, wo die Wur­zeln des mo­der­nen Straf­voll­zugs ent­stan­den wa­ren. So bau­te man in den 1890 Jah­ren ei­ne Viel­zahl von neuen Ge­fäng­nis­sen. Die Ge­fäng­nistür, die ich

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