Gu­tes Zeug­nis für den Hoch­bau

OC&C stellt Hoch­bau­pro­gno­se vor

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Die jähr­lich er­schei­nen­den Hoch­bau­pro­gno­se der Un­ter­neh­mens­be­ra­tung OC&C Stra­te­gy Con­sul­tants zeich­net ein po­si­ti­ves Bild der ak­tu­el­len Ent­wick­lung im deut­schen Hoch­bau. Bis 2019 rech­nen die Markt­for­scher mit ei­ner durch­schnitt­li­chen Wachs­tums­ra­te von 1 Pro­zent.

Mit Blick auf das ver­gan­ge­ne Jahr wuchs das Markt­vo­lu­men im Hoch­bau im Ver­gleich zum Vor­jahr um 1,4 Pro­zent auf 221,3 Mil­lar­den Eu­ro. Die Bau­bran­che – und ins­be­son­de­re der Woh­nungs­bau – ha­ben im ver­gan­ge­nen Jahr von un­ter­schied­li­chen Fak­to­ren pro­fi­tiert, wie Axel Schä­fer, ei­ner der für den Bau­sek­tor ver­ant­wort­li­chen OC&C-Part­ner, er­läu­tert: „Die mil­de Wit­te­rung hat 2016 zur nied­rigs­ten Win­ter­ar­beits­lo­sig­keit seit zehn Jah­ren ge­führt. Zu­dem blieb der Woh­nungs­bau für ge­werb­li­che und pri­va­te Bau­her­ren auf­grund ge­rin­ger Zins­sät­ze und ho­her Wohn­raum­nach­fra­ge ei­ne at­trak­ti­ve An­la­ge­opti­on. Der un­ge­bro­che­ne Trend zur Ur­ba­ni­sie­rung sorgt in Ver­bin­dung mit dem de­mo­gra­fi­schen Wan­del vor al­lem in Groß- und Uni­ver­si­täts­städ­ten wei­ter­hin für stei­gen­de Miet­prei­se und nied­ri­ge Leer­stands­quo­ten. Mehr­ge­schoss­wohn­ein­hei­ten wa­ren ent­spre­chend der Haupt­trei­ber der po­si­ti­ven Ent­wick­lung.“Mit ei­nem pro­gnos­ti­zier­ten Wachs­tum von 1,8 Pro­zent für 2017 wird der Woh­nungs­bau auch zu­künf­tig ein Ga­rant für die Sta­bi­li­tät der Bran­che blei­ben. Da­bei wird ins­be­son­de­re der ge­werb­li­che Neu­bau mit ei­nem ver­an­schlag­ten Wachs­tum von 9 Pro­zent in die­sem Jahr (+ 11,5 Pro­zent in 2016) die po­si­ti­ve Dy­na­mik be­flü­geln. Auch der pri­va­te Woh­nungs­neu­bau ist ein Wachs­tums­trei­ber und wird 2017 mit ei­nem pro­gnos­ti­zier­ten Wachs­tum von + 2,2 Pro­zent ei­nen Bei­trag zur er­freu­li­chen Ge­samt­ent­wick­lung der Bran­che leis­ten. Mit Blick auf den Nicht­woh­nungs­bau se­hen die Ex­per­ten der Stra­te­gie­be­ra­tung OC&C leicht po­si­ti­ve Ten­den­zen bei der In­ves­ti­ti­ons­be­reit­schaft, wo­bei sich der öf­fent­li­che Bau auf­grund stei­gen­der Steu­er­ein­nah­men und des In­ves­ti­ti­ons­be­dar­fes bei öf­fent­li­chen Ge­bäu­den et­was er­freu­li­cher als der Wirt­schafts­bau ent­wi­ckeln dürf­te. Über al­le Seg­men­te hin­weg wird das Neu­bau­ge­schäft ei­ne bes­se­re Ent­wick­lung neh­men als der deut­lich grö­ße­re Re­no­vie­rungs­markt, für den die Stu­die im Jahr 2017 ein leich­tes Wachs­tum von 0,2 Pro­zent an­nimmt. Ins­ge­samt wird die Wachs­tums­dy­na­mik des Hoch­baus in Deutsch­land in die­sem Jahr an­hal­ten: Die ak­tu­el­le Pro­gno­se geht für die Hoch­bau­bran­che von ei­nem Ge­samt­wachs­tum von 1,2 Pro­zent im Jahr 2017 aus. Auch in den Jah­ren 2018 und 2019 pro­gnos­ti­ziert die Stu­die der Bau­bran­che wei­te­res Wachs­tum, je­doch mit ei­nem leicht ab­fla­chen­den Trend (durch­schnitt­lich ca. 1 Pro­zent). Die gu­te La­ge des deut­schen Hoch­baus spie­gelt sich auch in den prall ge­füll­ten Auf­trags­bü­chern der Bau­un­ter­neh­men wi­der. Die Auf­trags­ein­gän­ge wa­ren 2016 (ins­ge­samt +13,3 Pro­zent) durch­gän­gig hö­her als 2015. Und die Ent­wick­lung in den ers­ten Mo­na­ten die­ses Jah­res gibt auch für 2017 An­lass zu Op­ti­mis­mus. „Wir er­war­ten, dass sich der Hoch­bau in den kom­men­den Jah­ren ins­ge­samt po­si­tiv ent­wi­ckeln wird. Das Markt­vo­lu­men wird sich lang­fris­tig zwi­schen ca. 200-240 Mil­li­ar­den Eu­ro be­we­gen. Die sta­bi­le wirt­schaft­li­che La­ge soll­te Bau­un­ter­neh­mer da­zu ani­mie­ren, In­ves­ti­tio­nen in die Zu­kunft zu tä­ti­gen. Die Di­gi­ta­li­sie­rung der Bran­che wird vor­an­schrei­ten. Da­her sind die Un­ter­neh­men gut be­ra­ten, bei­spiels­wei­se in di­gi­ta­le Pla­nungs­in­stru­men­te wie BIM zu in­ves­tie­ren“, fasst Schä­fer ab­schlie­ßend zu­sam­men.

FOTO: RE­DAK­TI­ON/TS

Mehr­ge­schoss­wohn­ein­hei­ten blei­ben die Trei­ber der po­si­ti­ven Ent­wick­lung im Hoch­bau.

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