Re­ger Be­trieb herrsch­te auf der dies­jäh­ri­gen In­terz­um, der Mes­se für Zu­lie­fe­rer der Mö­bel­bran­che, in Köln.

Aus­ge­feil­te Mö­bel­be­schlä­ge wur­den auf der gut be­such­ten In­terz­um in Köln prä­sen­tiert

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kosi. – Neue Maß­stä­be woll­te die In­terz­um in die­sem Jahr set­zen – und das hat sie auch. Vom 15. bis zum 19. Mai bot die in­ter­na­tio­na­le Leit­mes­se der Zu­lie­ferer­bran­che in Köln ein breit­ge­fä­cher­tes Spek­trum. Für 2017 lau­te­te die De­vi­se: mehr Aus­stel­ler, mehr Flä­che, noch mehr In­no­va­ti­on für die Mö­bel­fer­ti­gung und In­nen­aus­bau. 1 732 Un­ter­neh­men aus 60 Län­dern prä­sen­tier­ten in zehn Hal­len auf 200 000 Qua­drat­me­tern Flä­che (2015: 163 000 Qua­dratm­ter) ih­re Pro­duk­te.

Das lock­te rund 69 000 Be­su­cher aus 152 Län­dern in die Rhein­me­tro­po­le, und da­mit 19 Pro­zent mehr als vor zwei Jah­ren. Der An­teil der In­ter­es­sier­ten aus dem Aus­land ist um 3 Pro­zent auf 51 000 Be­su­cher ge­stie­gen. Die­se statt­li­che Zahl wur­de dank der Auf­tei­lung der Hal­len in drei Seg­men­te für ei­ne über­sicht­li­che und um­fas­sen­de Prä­sen­ta­ti­on des brei­ten Spek­trums an Mö­bel- und In­nen­aus­bau­kom­po­nen­ten recht stauf­rei durch die Mes­se ge­führt. High­lights in je­dem Seg­ment wa­ren ne­ben den Aus­stel­lern und de­ren In­no­va­tio­nen die Piaz­ze, al­so die Son­der­aus­stel­lungs­flä­chen, die sich mit ak­tu­el­len The­men der Bran­che be­schäf­tig­ten und sich – ganz wie der Markt­platz in der ita­lie­ni­schen Kle­in­stadt – als Treff­punkt, zum Aus­tausch oder für die kur­ze Pau­se zwi­schen­durch eig­ne­ten. Be­reits am ers­ten Tag der Mes­se ström­ten zahl­rei­che Be­su­cher in die Hal­len. Be­son­ders gut be­sucht wa­ren die Stän­de der Mö­bel­be­schlag­her­stel­ler. Schon kurz nach der Er­öff­nung gab es bei­spiels­wei­se am Stand von Het­tich kaum ein Durch­kom­men mehr. Das Mes­se­mot­to des Her­stel­lers aus Kirch­len­gern lau­te­te „Fa­sci­n­ac­tion“, ein Kunst­wort zu­sam­men­ge­setzt aus den Wor­ten Fas­zi­na­ti­on und Ac­tion, und soll hei­ßen: Het­tich will mit Lö­sun­gen be­geis­tern. Das tat das Un­ter­neh­men durch­aus, und dies auf ei­nem Stand, der mit 1 000 Qua­drat­me­tern so groß war wie auf der letz­ten In­terz­um. Die Auf­ma­chung war al­ler­dings in die­sem Jahr ist an­ders. In ei­nem se­pa­rat ab­ge­trenn­ten Cu­bus wur­de den Be­su­chern spie­le­ri­sches Er­le­ben oh­ne Pro­duk­te na­he ge­bracht. Der Rest des Stan­des äh­nel­te ei­nem Wo­hungs­auf­bau mit Kü­che, Bad, Schlaf-, Ar­beits- und Wohn­zim­mer. Dort wa­ren vor al­lem die Neu­hei­ten des Her­stel­lers zu se­hen, bei­spiels­wei­se die Kle­be­mon­ta­ge mit „Sen­sys“-Schar­nier, aber auch „Sen­sys“in ob­si­di­an­schwarz für dunk­le Mö­bel. Ge­zeigt wur­de zu­dem das kin­der­si­che­re „Sli­de Li­ne M“, das jetzt zwei­bah­ning auf­ge­baut ist. Mit „Wing Li­ne L“wur­de ein Falt­schie­be­tür­sys­tem wahl­wei­se mit „Push-to­o­pen“oder „Pull-to-mo­ve“-Funk­ti­on ge­zeigt so­wie die neue Ge­ne­ra­ti­on des „Push-to-open Si­lent“und „Le­ga Mo­ve“. Zen­tra­les The­ma war al­ler­dings die Schub­kas­ten­kom­pe­tenz des Her­stel­lers. Um sei­nen Kun­den ei­ne noch bes­se­re Markt­aus­schöp­fung bei schlan­ker Fer­ti­gung zu er­mög­li­chen, hat Het­tich sei­ne Schub­kas­ten- und Füh­rungs­platt­for­men über al­le Seg­men­te zur In­terz­um aus­ge­baut. Prä­sen­tiert wur­den neue Dif­fe­ren­zie­rungs­mög­lich­kei­ten und Kom­fort­funk­tio­nen für die drei Schub­kas­ten­sys­te­me „AvanTech“, „Ar­ci-Tech“und „In­no-Tech“so­wie für die „Qua­dro“-Füh­rungs­platt­form. Mit den Platt­form­kon­zep­ten sol­len sich Mö­bel­her­stel­ler durch die Wahl ei­nes be­stimm­ten Schub­kas­ten­sys­tems oder ei­ner Aus­zugs­füh­rung nicht auf ein be­stimm­tes Mö­bel­seg­ment fest­le­gen. Bei den Be­su- chern be­liebt war der „Com­fort Swing“, ein Lift­sys­tem, das den un­te­ren Korb des Ge­schirr­spü­lers auf die Hö­he des obe­ren Korbs hebt. Für die­ses Pro­dukt hat Het­tich den In­terz­um Award 2017 „Best of the Best“er­hal­ten. Al­le zwei Jah­re kürt die In­terz­um mit ih­rem Award „in­tel­li­gent ma­te­ri­al & de­sign“die bes­ten Gestal­tun­gen der in­ter­na­tio­na­len Zu­lie­fer­bran­che der Mö­bel­in­dus­trie und des In­nen­aus­baus. Al­le 244 Wett­be­werbs­bei­trä­ge wur­den von fünf un­ab­hän­gi­gen in­ter­na­tio­na­len Ex­per­ten aus De­sign und Ar­chi­tek­tur ge­prüft. Sie be­wer­te­ten un­ter Be­rück­sich­ti­gung von Kri­te­ri­en wie In­no­va­ti­ons­grad, Ma­te­ri­al­qua­li­tät, Form­ge­bung und Funk­tio­na­li­tät die ge­stal­te­ri­sche Qua­li­tät der Pro­duk­te. Ge­mein­sam ver­ga­ben die Ju­ro­ren die Aus­zeich­nung „Ho­he Pro­dukt­qua­li­tät“an 40 Pro­duk­te, die sich durch ih­re her­vor­ra­gen­de Gestal­tung deut­lich von ver­gleich­ba­ren ab­he­ben. Dar­über hin­aus zeich­ne­ten sie zwölf her­aus­ra­gen­de De­si­gn­leis­tun­gen, die in Form und Funk­ti­on neue Maß­stä­be in ih­rer Bran­che set­zen, als „Best of the Best“aus.

Aus­ge­zeich­ne­tes De­sign

Ne­ben Het­tich hat auch Hä­fe­le den Preis er­hal­ten, für sei­nen „Ix­con­nect Spreiz­ver­bin­der SC 8/25“. Die bei­den Ein­teil-Spreiz­ver­bin­der für klei­ne oder gro­ße Mö­bel sol­len zu­sam­men mit den dar­auf ab­ge­stimm­ten Rück­wand­ver­bin­dern die An­for­de­rung der In­dus­trie nach si­che­rem Halt, Ge­schwin­dig­keit und Ein­fach­heit im RTAMö­belauf­bau auf ganz be­son­de­re Wei­se er­fül­len. Doch das Na­gol­der Un­ter­neh­men hat­te an sei­nem stets gut be­such­ten Stand noch mehr zu bie­ten. Gro­ßes In­ter­es­se weck­te der Be­reich „Mi­cro Li­ving“, in dem Hä­fe­le zeig­te, wie mit pfif­fi­gen Ide­en auf we­nig Raum viel Le­ben statt­fin­den kann. Da­mit bleibt das Un­ter­neh­men sei­nem Mot­to „Mehr Le­ben pro Qua­drat­me­ter“treu und prä­sen­tier­te auf der In­terz­um ein in­no­va­ti­ves Denk­mo­dell zur ra­tio­nel­len Fer­ti­gung von in­tel­li­gen­ten Mö­beln im in­dus­tri­el­len Kon­text. Auch im Be­reich Smart Ho­me ist der Her­stel­ler nun ei­nen Schritt wei­ter­ge­gan­gen. „Con­nect“heißt das neue Sys­tem und der Schlüs­sel zu smar­ten, ver­netz­ten Mö­beln und Räu-

FE­LIX NIEBURG (SAMET) „Wird sind beim Fach­han­del noch nicht da, wo wir sein wol­len.“

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