Bäu­me und Rot­wild

Schwabmuenchner Allgemeine - - Meinung & Dialog - Pfron­ten

Zu „Die Tan­ne in Not“(Bay­ern) vom 24. No­vem­ber: Vor über 20 Jah­ren ent­deck­te ich in mei­nem Berg­wald klei­ne Weiß­tan­nensäm­lin­ge. Durch Zaun­schutz und scho­nen­de Hol­z­ent­nah­me ent­wi­ckel­te sich ei­ne ar­ten­rei­che Na­tur­ver­jün­gung aus Tan­nen, Fich­ten, Bu­chen, Berg­ahorn und wei­te­ren Baum­ar­ten. Die Pflan­zen sind in­zwi­schen so hoch, dass das Reh- und Rot­wild den Leit­trieb nicht mehr ver­bei­ßen kann und der Zaun des­halb ab­ge­baut wer­den könn­te.

Doch Spu­ren im Schnee ver­ra­ten, min­des­tens fünf Stück Rot­wild lau­fen täg­lich ent­lang des Forst­zau­nes. Wür­de die Ein­frie­dung jetzt ent­fernt, so zei­gen Bei­spie­le, schla­gen Hir­sche mit ih­rem Ge­weih die Rin­de vor al­lem bei bis zu 60-jäh­ri­gen Tan­nen und Lär­chen vom Stamm, und die Bäu­me ster­ben ab. Aus ei­nem sta­bi­len, er­trag­rei­chen Berg­misch­wald ent­stün­de ein ar­ten­ar­mer, stur­man­fäl­li­ger Fich­ten­be­stand mit ei­ni­gen Bu­chen. Das be­deu­tet, oh­ne deut­li­che Re­du­zie­rung des Rot­wil­des wer­den ich und mei­ne Kin­der noch 40 Jah­re lang den Zaun re­gel­mä­ßig kon­trol­lie­ren und in­stand­hal­ten, bis die En­kel ihn ab­bau­en und ent­sor­gen kön­nen. Franz Nöß,

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