Wir soll­ten be­wuss­ter kau­fen

Schwabmuenchner Allgemeine - - Wirtschaft -

Kauf-Nix-Tag ist am heu­ti­gen Sams­tag. Im­mer am letz­ten Sams­tag im No­vem­ber. Zum Start des Weih­nachts­kon­sum­rau­sches al­so. Kon­sum­kri­ti­ker wol­len aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den auf den maß­lo­sen Ver­brauch, auf des­sen öko­lo­gi­sche Schat­ten­sei­te auf­merk­sam ma­chen. Sie wol­len zum In­ne­hal­ten, zum Nach­den­ken ein­la­den. Im Grun­de ei­ne gu­te Sa­che.

Aber ein ganz schlech­ter Zeit­punkt, wer­den die meis­ten Händ­ler be­rech­tig­ter­wei­se ein­wen­den – wenn sie nicht die­sen Ak­ti­ons­tag als ge­schäfts­schä­di­gend ver­teu­feln. Denn das Weih­nachts­ge­schäft ist be­kannt­lich das wich­tigs­te des Jah­res. Läuft es schlecht, lässt sich das nur schwer wie­der aus­glei­chen. Und längst wis­sen wir Käufer, wie wich­tig un­ser Kon­sum für die Sta­bi­li­tät der Wirt­schaft ist. Al­so kau­fen oder ver­zich­ten?

Be­wusst ein­kau­fen ist die Lö­sung. Be­wusst in dem Ge­schäft Geld las­sen, in dem man auch künf­tig ein­kau­fen will, des­sen Exis­tenz das Le­bens­um­feld be­rei­chert. Wer glaubt, nur noch vom So­fa aus shop­pen zu kön­nen, soll­te zu­min­dest schau­en, dass er die On­li­ne­An­ge­bo­te der re­gio­na­len Lä­den nutzt. Und wer be­vor­zugt das kauft, was in der Re­gi­on pro­du­ziert wur­de oder was un­ter nach­weis­lich fai­ren Be­din­gun­gen her­ge­stellt wur­de, trägt auch zu ei­nem nach­hal­ti­ge­ren Kon­sum bei. Mal ganz da­von ab­ge­se­hen, dass mit gu­tem Ge­wis­sen ein­kau­fen dop­pelt Spaß macht. Auch am Kauf-Nix-Tag!

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