Sö­der braucht Stel­len

Streit Mehr Be­am­te sol­len aufs Land

Schwabmuenchner Allgemeine - - Bayern -

München Fi­nanz­mi­nis­ter Mar­kus Sö­der (CSU) braucht 200 neue Stel­len für die Ver­la­ge­rung von Staats­be­hör­den in den länd­li­chen Raum. Das sieht der Ent­wurf des Nach­trags­haus­halts für 2016 vor. Die auf zehn Jah­re be­fris­te­ten neu­en Stel­len sind aus­ge­nom­men von ei­ner Or­der, die Mi­nis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer (CSU) En­de 2013 er­teilt hat: Um den ste­ten An­stieg der Per­so­nal­aus­ga­ben zu brem­sen, soll­ten neue Be­am­ten­stel­len ei­gent­lich nur noch dann ge­schaf­fen wer­den dür­fen, wenn da­für gleich­zei­tig in an­de­ren Be­hör­den die ent­spre­chen­de Zahl an Be­am­ten­jobs ge­stri­chen wird. Des­we­gen ist um die 200 Ex­tra­s­tel­len für die Be­hör­den­ver­la­ge­rung nun ein Streit zwi­schen Fi­nanz­mi­nis­ter Sö­der und den Grü­nen ent­brannt.

Ak­tu­ell hal­te sich nicht ein­mal die Staats­kanz­lei an See­ho­fers Ma­xi­me, spot­tet Grü­nen-Haus­halts­ex­per­tin Clau­dia Stamm. Nach Ein­schät­zung Stamms wer­den die neu­en Stel­len nur ge­schaf­fen, weil sich vie­le Be­am­ten mit Hän­den und Fü­ßen ge­gen ih­re Ver­set­zung weh­ren. „Sö­der braucht die Stel­len al­so nicht, weil neue Auf­ga­ben er­le­digt wer­den müs­sen, son­dern es wird ein künst­li­cher Per­so­nal­be­darf ge­schaf­fen“, kri­ti­siert Stamm. Sö­der kon­tert: Es soll kein Be­am­ter „ge­zwun­gen wer­den, auf’s Land zu ge­hen.“

Mar­kus Sö­der

Clau­dia Stamm

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