Fin­ger weg von Gers­tenoder Ha­gel­kör­nern

Schwabmuenchner Allgemeine - - Gesundheit -

Gers­ten- oder Ha­gel­kör­ner soll­ten Be­trof­fe­ne nicht selbst auf­drü­cken. Ge­gen die Schwel­lun­gen am Au­gen­lid hilft oft Wär­me, er­klärt Pro­fes­sor Tho­mas Koh­nen von der Deut­schen Oph­thal­mo­lo­gi­schen Ge­sell­schaft. So­wohl bei ei­nem Gers­ten­korn als auch bei ei­nem Hagelkorn sind die Talg­drü­sen im Au­gen­lid ent­zün­det. „Wenn die Aus­füh­rungs­gän­ge ver­stop­fen, kann der In­halt nicht mehr her­aus­flie­ßen und Bak­te­ri­en kön­nen sich leicht an­sie­deln“, sagt Koh­nen.

Gers­ten­kör­ner schmer­zen meist, die be­trof­fe­ne Stel­le ist ge­rö­tet und ge­schwol­len. „Wär­me hilft hier, das Korn öff­net sich oft von selbst“, so Koh­nen. Da das Gers­ten­korn ei­ne bak­te­ri­el­le Ent­zün­dung ist, kön­nen Be­trof­fe­ne auch an­ti­bio­ti­sche Sal­ben ver­wen­den. Ein Hagelkorn hin­ge­gen ent­wi­ckelt sich über ei­nen län­ge­ren Zei­t­raum. Die knöt­chen­ar­ti­ge Schwel­lung wird lang­sam grö­ßer und schmerzt oft nicht. Die Ur­sa­che da­für ist Se­kret, das sich in der Drü­se an­ge­staut und even­tu­ell ver­kap­selt hat. Im Un­ter­schied zum Gers­ten­korn ist ein Hagelkorn ei­ne chro­ni­sche Er­kran­kung. „Wenn sich das nicht von al­lein zu­rück­bil­det, muss es ope­ra­tiv ent­fernt wer­den“, sagt Koh­nen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.