Ein Welt­star in Weh­rin­gen

Fuß­ball FC-Bay­ern-Spie­ler Ar­turo Vi­dal be­sucht den Fan­club Red Wa­ros – und al­le ras­ten aus

Schwabmuenchner Allgemeine - - Schwabmünchen - VON ALEX­AN­DER SING

Weh­rin­gen Ge­bannt bli­cken die Kin­der durch die mit Re­gen­trop­fen ge­spren­kel­te Glas­front des Weh­rin­ger Rat­hau­ses. Wann kommt er denn end­lich? Sie al­le sind in Tri­kots des FC Bay­ern München ge­klei­det, hal­ten Pos­ter und Stif­te be­reit, um ein Au­to­gramm zu er­gat­tern. Schließ­lich fährt ein hell­blau­er Ge­län­de­wa­gen vor, die Bei­fah­rer­tür öff­net sich. Ar­turo Vi­dal steigt aus und wird von Fan­club­prä­si­dent To­ny Mül­ler un­ter ei­nem Re­gen­schirm in Emp­fang ge­nom­men.

Ei­nen sol­chen Welt­star hat­te Weh­rin­gen noch nicht zu Gast (sie­he In­fo­kas­ten). Wäh­rend Vi­dal durch die Rei­hen der ju­beln­den Kin­der schrei­tet und grin­send mit ih­nen ab­klatscht, steht Bür­ger­meis­ter Man­fred Ner­lin­ger in Amts­ket­te be­reit. Sei­ne Gruß­wor­te hat er ex­tra mit­hil­fe ei­nes On­li­ne­über­set­zers auf Spa­nisch ge­schrie­ben. Auch wenn es mit der Aus­spra­che noch ha­pert, scheint der Chi­le­ne sich zu freu­en. Ein Ein­trag ins Gol­de­ne Buch der 3000-Ein­woh­ner-Ge­mein­de, ein Hand­schlag, und schon geht es wei­ter nach ne­ben­an. In der Turn­hal­le war­ten 200 Fans.

Und die ras­ten aus, als der Bay­erns­tar ein­mar­schiert. Mit don­nern­dem Ap­plaus, Ge­brüll und „Ar­turooheoh“-Sprech­chö­ren wird Vi­dal emp­fan­gen. Die Hal­le ist vom Bo­den bis zur De­cke in den Ver­eins­far­ben Rot und Weiß ge­schmückt, hun­dert­fach starrt Vi­dals Ge­sicht von Spei­se­kar­ten, Pos­tern und Ban­nern dem rea­len Vor­bild ent­ge­gen. Der scheint kurz über­rum­pelt vom über­schwäng­li­chen Emp­fang. Doch dann strahlt er.

Dass Spie­ler zu Weih­nach­ten Fan­clubs be­su­chen, hat beim FC Bay­ern Tra­di­ti­on. Für Vi­dal ist es das ers­te Mal. Auch der Fan­club Red Wa­ros, be­nannt nach Weh­rin­gens Grün­der­va­ter, hat­te sich zum ers­ten Mal be­wor­ben und war un­ter 300 Be­wer­bern aus­ge­wählt wor­den, be­rich­tet Prä­si­dent To­ny Mül­ler: „Wir ha­ben es erst vor ein­ein­halb Wo­chen er­fah­ren. Erst ein­mal war je­der baff.“Schließ­lich ge­be es den Fan­club erst seit ei­nem Jahr. Dann ha­be man in­ner­halb kur­zer Zeit ein Fan­fest auf die Bei­ne ge­stellt.

Vi­dal stellt sich dann, un­ter­stützt von zwei Dol­met­sche­rin­nen, den Fra­gen der Fans. Ob sein Trai­ner Pep Guar­dio­la sei­nen Ver­trag ver­län­ge­re, da­zu sagt er nichts. Da­für zeigt er den Fans sein Lieb­lings­tat­too. Als es ans Au­to­gram­me­schrei­ben geht, drängt die gan­ze Hal­le nach vorn. Ge­dul­dig ver­passt der Chi­le­ne fast ei­ne St­un­de lang Tri­kots, Schals, Schu­hen und so­gar Feu­er­wehr­uni­for­men sei­nen Schrift­zug und po­siert für Fotos.

Dann geht es an die Tor­wand. Wer ge­gen den Welt­star an­tritt, das war zu­vor ver­stei­gert wor­den. Der Er­lös von 500 Eu­ro geht an ei­nen gu­ten Zweck. Zwar tref­fen so­wohl Vi­dal als auch Her­aus­for­de­rer Franz Ku­gel­mann nicht. Spaß ha­ben den­noch al­le.

Bei uns im In­ter­net Bil­der von Ar­turo Vi­dal in Weh­rin­gen schwab­mu­ench­ner-all­ge­mei­ne.de

Fotos: Alex­an­der Sing

Bay­ern-Spie­ler Ar­turo Vi­dal war sicht­lich be­geis­tert vom Emp­fang, den ihm der Fan­club Red Wa­ros um Prä­si­dent To­ny Mül­ler (rechts) be­rei­te­te.

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