Pla­nung für Sied­lung läuft wei­ter

Orts­ent­wick­lung Die Stadt Bo­bin­gen kann fest mit Zu­schüs­sen des Frei­staats rech­nen. Quar­tier­ma­na­ger schal­tet sich ein

Schwabmuenchner Allgemeine - - Raum Bobingen | Stauden - VON PE­TER STÖ­BICH

Bo­bin­gen Als er­freu­li­ches Fa­zit ei­nes Ge­sprächs bei der Re­gie­rung von Schwa­ben steht jetzt fest: Bo­bin­gen kann mit Städ­te­bau-För­der­mit­teln des Frei­staats für die wei­te­re Ent­wick­lung der Sied­lung rech­nen. Grund­la­ge da­für sind die in ei­nem in­te­grier­ten Hand­lungs­kon­zept auf­ge­führ­ten Maß­nah­men, die laut Bür­ger­meis­ter Bernd Mül­ler „aber kein Wunsch­kon­zert be­deu­ten“. Er mach­te in der jüngs­ten Stadt­rats­sit­zung deut­lich, dass in den kom­men­den Jah­ren je nach ak­tu­el­ler Fi­nanz­la­ge ent­schie­den wer­de. Schon jetzt sei aber bei den Sied­lern „ei­ne ge­wis­se Un­ge­duld spür­bar“, sag­te Hel­mut Jess­ke (SPD) in der Dis­kus­si­on.

Pla­ne­rin In­ge­gerd Schäu­b­le fass­te in ih­rer aus­führ­li­chen Prä­sen­ta­ti­on für die Rats­mit­glie­der noch ein­mal zu­sam­men, was sie bei mo­na­te­lan­gen Ge­sprächs­run­den ge­mein­sam mit den Bür­gern der Sied­lung er­ar­bei­tet hat­te. Als Quar­tier­ma­na­ger wird sich Bernd Beigl im neu­en Jahr 16 St­un­den pro Wo­che um den Orts­teil und sei­ne Be­woh­ner küm­mern. Die­se kön­nen als zen­tra­len Treff­punkt künf­tig die ehe­ma­li­gen Spar­kas­sen-Räu­me nut­zen und in fünf Ar­beits­krei­sen ih­re ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen vom Le­ben in der Sied­lung um­set­zen. Die Le­bens­qua­li­tät zu er­hal­ten be­zie­hungs­wei­se zu ver­bes­sern, sei ein Lern­pro­zess für al­le Be­tei­lig­ten, be­ton­te Schäu­b­le. Nicht nur zwi­schen den Ge­wer­be­trei­ben­den sei „Ko­ope­renz“nö­tig – ein Kunst­wort aus Ko­ope­ra­ti­on und Kon­kur­renz. Die Pla­ne­rin hat­te bei den Sied­lern ei­ne „auf­fal­lend ho­he Klagsam­keit“fest­ge­stellt; die­se sei wohl auf schlech­te Er­fah­run­gen mit Au­to­ri­tä­ten und Bü­ro­kra­ti­en zu­rück­zu­füh­ren. „Nach Über­win­dung des hem­men­den Ver­trau­ens­man­gels kön­nen ge­mein­sam an­de­re ver­läss­li­che Ko­ope­ra­ti­ons­mus­ter ent­wi­ckelt wer­den“, heißt es im Hand­lungs­kon­zept.

In­ge­gerd Schäu­b­le stell­te im Stadt­rat aus ih­rer Sicht fest, „dass öko­no­mi­sche und so­zia­le Iden­ti­fi­ka­ti­ons­punk­te an An­zie­hung und Gestal­tungs­kraft zu ver­lie­ren schei­nen“.

Ge­lingt es, al­le Men­schen in der Sied­lung an­zu­spre­chen?

Wenn es aber ge­lin­gen wür­de, in ei­nem Ver­ein oder ei­ner Initia­ti­ve al­le heu­te in der Sied­lung le­ben­den Men­schen an­zu­spre­chen und in Ver­bin­dung zu brin­gen, nicht nur die Nach­kömm­lin­ge der ers­ten Sied­ler, dann könn­te Iden­ti­tät und Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Quar­tier ge­bil­det wer­den.

Foto: In­ge­borg An­der­son

Der weih­nacht­lich ge­schmück­te Brun­nen trägt viel zur hei­me­li­gen At­mo­sphä­re des Weh­rin­ger Weih­nachts­mark­tes bei.

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