Nur noch Wahl­krampf

Schwabmuenchner Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Tu­mul­te we­gen Ab­schie­bung“(Bay ern) vom 1. Ju­ni: Nicht al­les, was aus dem Kanz­ler­amt kommt, ver­dient das Eti­kett „Po­li­tik“. Dies trifft lei­der auch auf den Mer­kel’schen Um­gang mit den Zus­trö­mern zu, die sie sel­ber ins Land „ge­la­den“hat. Auf der ei­nen Sei­te ver­langt sie In­te­gra­ti­ons­leis­tun­gen von die­sen Men­schen, und kaum sind die­se wirk­lich vor­han­den, dann lässt sie ei­ne 14-jäh­ri­ge Gym­na­si­as­tin in Duis­burg aus dem Un­ter­richt her­aus von ei­nem Ab­schie­be­kom­man­do ab­füh­ren und in Nürn­berg ei­nen 20-jäh­ri­gen Be­rufs­schü­ler aus Af­gha­nis­tan in der glei­chen Wei­se be­han­deln. Auch ein nüch­ter­ner Be­ob­ach­ter kann das nur noch als chao­tisch emp­fin­den. Das Strick­mus­ter ist je­des Mal das Glei­che. In den Fäl­len, in de­nen die In­te­gra­ti­on vor­bild­lich läuft, droht so­fort die Rück­schie­bung ins an­geb­lich „si­che­re“Hei­mat­land. Im Fall von Af­gha­nis­tan ge­hört die­se In­stinkt­lo­sig­keit ins Guin­ness­buch der Re­kor­de. Das ist nicht mehr Wahl­kampf, son­dern nur noch Wahl­krampf. Bert May­er, Stadt­ber­gen

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