Wenn das Kind ruft, ge­hört das Han­dy weg

Schwabmuenchner Allgemeine - - Augsburg -

Wäh­rend des Stil­lens im In­ter­net zu sur­fen, kann schon für Kin­der im Ba by­al­ter zur Ge­fahr wer­den, ha­ben me di­zi­ni­sche Stu­di­en her­aus­ge­fun­den. Schlim­me Fol­gen kön­nen et­wa Bin dungs­stö­run­gen oder Kon­zen­tra­ti­ons schwä­che sein. Wie ge­hen El­tern mit Smart­pho­nes im Bei­sein der Kin­der um? Wir ha­ben uns um­ge­hört.

Text/Fo­tos: Ju­li­an Wür­zer Ich brau­che zwar ein Smart­pho­ne, aber nur für das Nö­tigs­te, et­wa zum Te­le­fo­nie­ren. Aber so­bald mein Sohn in der Nä­he ist, ach­te ich auf den Um­gang da­mit. Al­lein die Strah­lun­gen kön­nen schäd­lich für das Kind sein. Ich ha­be zu mei­ner Freun­din ge­sagt, dass un­ser Kind am bes­ten gar nicht da­mit in Kon­takt kommt – frü­hes­tens in der wei­ter­füh­ren­den Schu­le. Wenn ich mei­ne Toch­ter füt­te­re, mit ihr spie­le oder mich ein­fach um sie küm­me­re, dann nut­ze ich das Smart­pho­ne über­haupt nicht. Ich den­ke, ir­gend­wann in der Schul­zeit wird sie auch ei­nes be­kom­men, um eben er­reich­bar zu sein. Aber sie sol­le mit ei­nem kri­ti­schen Um­gang in Hin­blick auf Smart­pho­nes auf­wach­sen und auch kon­trol­liert. Wenn ich mich um die Kin­der küm­me­re, dann nut­ze ich das Smart­pho­ne nur, um wich­ti­ge An­ru­fe zu ma­chen oder für Fo­tos. Wenn die Kleins­te mal schläft, dann kommt es schon mal vor, dass ich mich ein we­nig mit dem Han­dy be­schäf­ti­ge. Mei­ne äl­te­ren Kin­der ha­ben ei­nes für die Schu­le be­kom­men, aber nur zur Si­cher­heit. Wäh­rend ich als Haus­auf­ga­ben­be­treu­er ar­bei­te, ver­su­che ich, das Smart­pho­ne wei­test­ge­hend nicht zu nut­zen. Wenn ich es nut­ze, kom­men so­fort Fra­gen nach dem Mo­dell oder wel­che Spie­le ich nut­ze auf. Da mer­ke ich schon, dass die Kon­zen­tra­ti­on so­fort schwin­det und das ist bei den Kin­dern, die ei­nes ha­ben, oft auch nicht viel bes­ser. Ich den­ke, das Smart­pho­ne ge­hört ein­fach da­zu. Der rich­ti­ge Um­gang da­mit ist ent­schei­dend, vor al­lem im Bei­sein mei­nes Kin­des. Wenn es mei­ne Auf­merk­sam­keit braucht, dann hat das Han­dy nichts in der Hand ver­lo­ren. Auch muss ich nicht stän­dig schrei­ben oder spie­len. Mein Kind wird mal ei­nes be­kom­men, um er­reich­bar zu sein.

(29), Ser­vice­mon­teur (33), Mut­ter (31), Mut­ter (21), Stu­dent (37), Mut­ter

Da ich selbst­stän­dig bin, nut­ze ich das Smart­pho­ne haupt­säch­lich be­ruf­lich, et­wa um Mails durch­zu­ge­hen. Wenn mein Kind al­ler­dings mei­ne vol­le Auf­merk­sam­keit braucht, dann wür­de ich das Han­dy nie in der Hand ha­ben. Al­so es kann mal sein, dass ich das Smart­pho­ne beim Spa­zie­ren­lau­fen in der Hand ha­be, aber mehr auch nicht.

(28), Me­di­en­ge­stal­te­rin

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