Kin­der als Pro­ban­den

Schwabmuenchner Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Fa­mi­li­en­ge­rich­te grei­fen bei ge­fähr­de­ten Kin­dern oft ein“(Bay­ern) vom 7. Ju­ni:

Lei­der gibt es Fäl­le, in de­nen das Ju­gend­amt trotz mehr­fa­cher Mel­dung und nach­ge­wie­se­ner Miss­hand­lung nichts un­ter­nimmt. Und was brin­gen die Kon­trol­len von Ju­gend­äm­tern? Beim Ter­min ist meist al­les in Ord­nung, der El­tern­teil zeigt sich ko­ope­ra­tiv und be­müht, er­hält ei­ne so­ge­nann­te Be­wäh­rung, kann sich er­pro­ben! Der Pro­band ist ein Kind! Ir­gend­wann wird die­se „Hil­fe“ein­ge­stellt, Ak­te ge­schlos­sen. Doch lei­der nicht für das be­trof­fe­ne Kind. Es ist nicht nur der blaue Fleck am Kör­per, es sind die un­zäh­li­gen psy­chi­schen Schlä­ge, es ist die Miss­ach­tung der Ge­füh­le des Kin­des, doch das Kind lä­chelt – was soll­te es auch an­ders tun? Sei­ne El­tern ver­ra­ten? Es ist hilf­los aus­ge­lie­fert, da es trotz al­ler Miss­hand­lun­gen sei­ne El­tern liebt, es kann nicht an­ders! Mar­le­ne Mayer, War­mis­ried

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