BMW macht es bes­ser

Schwabmuenchner Allgemeine - - Wirtschaft - VON STE­FAN STAHL sts@augsburger all­ge­mei­ne.de

Die deut­sche Au­to­in­dus­trie fällt trotz im­mer neu­er Re­kord­ver­käu­fe ein­zel­ner Her­stel­ler durch bö­se Beu­len in der Ka­ros­se­rie auf. Opel wird zu ei­ner von Paris fern­ge­steu­er­ten Mar­ke. Ei­ne trau­ri­ge Ge­schich­te. Doch nach­dem die Ver­lust­se­rie nicht ge­stoppt wer­den konn­te, pas­sier­te das Un­aus­weich­li­che: Am En­de leis­te­te nicht ein­mal mehr die Bun­des­re­gie­rung Wi­der­stand ge­gen die fran­zö­si­schen An­grei­fer des PSA-Kon­zerns.

Der neue star­ke Mann heißt Ta­va­res. Da ist kein Platz mehr für Noch-Opel-Chef Ne­u­mann. Und das, ob­wohl er die Mar­ke, zu­min­dest was Image und Tech­nik be­trifft, deut­lich nach vor­ne ge­bracht hat. Der Ma­na­ger ist ein ver­sier­ter Au­to­mann mit Vi­sio­nen. War­um soll­te er nicht den Weg zu­rück zum Volks­wa­gen-Kon­zern fin­den, für den er einst ge­ar­bei­tet hat? Die Cha­os-Ta­ge bei VW müs­sen rasch be­en­det wer­den. Auch die Toch­ter Au­di braucht end­lich Ru­he. Ei­ner wie Ne­u­mann wä­re ein Ge­winn für die Volks­wa­gen-Macht­zen­tra­le, ob in Wolfsburg oder In­gol­stadt.

Der Die­selskan­dal wirft kein gu­tes Bild auf un­se­re Au­to­in­dus­trie. Auch Daim­ler ist in Er­klä­rungs­not ge­ra­ten. Es wird Zeit, dass un­be­las­te­te Ma­na­ger auf­räu­men. Die Bran­che soll­te sich ein Bei­spiel an BMW neh­men. Die Münch­ner, be­rühmt für ih­re preu­ßi­sche Dis­zi­plin, fal­len durch ei­nes auf: Freu­de an Sau­ber­keit, al­so In­te­gri­tät. Hof­fent­lich noch lan­ge!

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