Wis­sen­schaft­lich ge­se­hen: Wor­an man Lüg­ner er­kennt

Schwabmuenchner Allgemeine - - Panorama -

Lü­gen ist ein kom­ple­xes Phä­no­men – des­halb gibt es nicht ein ein­zel­nes si­che­res An­zei­chen, mit des­sen Hil­fe man ei­nen an­de­ren Men­schen über füh­ren kann. Si­cher ist nur: Wer lügt, steht un­ter gro­ßem Stress. Die Wis sen­schaft sieht für west­li­che Men­schen fol­gen­de An­zei­chen für ei­ne Lü­ge:

● Kör­per­spra­che: Wen­det mein Ge gen­über den Blick ab, oder kann er mir in die Au­gen schau­en? Fasst er sich stän­dig an den Mund oder ins Ge sicht? Ver­schränkt er die Bei­ne hin­ter dem Stuhl? Auf sol­che Si­gna­le soll ten Men­schen ach­ten, die sich fra­gen, ob sie an­ge­lo­gen wer­den. Na­tür­lich: Die­se Ges­ten und Mi­mi­ken müs­sen nicht zwangs­läu­fig auf ei­ne Lü­ge hin­wei­sen.

● Ko­hä­renz: Hier geht es um die in halt­li­che Ebe­ne. Wie zu­sam­men hän­gend ist die Ge­schich­te, die mir der an­de­re er­zählt? Kann er De­tail­fra gen be­ant­wor­ten? Et­wa: Wel­che Far ben hat­ten die Blu­men? Das bringt Lüg­ner schnell aus dem Kon­zept. Der be­son­de­re Test: Der Be­tref­fen­de soll die Ge­schich­te rück­wärts er­zäh­len. Lüg­nern fällt das sehr schwer.

● Aus­drucks­wei­se: Wer lügt, er­zählt sei­ne Ge­schich­te oft dis­tan­ziert – wohl auch, weil er sich schämt. Er wird we­nig über sich selbst spre­chen, son­dern eher über die Si­tua­ti­on. (dpa)

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