Pflicht zur Ei­gen­si­che­rung

Schwabmuenchner Allgemeine - - Raum Schwabmünchen | Lechfeld - Micha­el Ven­ja­kob, Bo­bin­gen

Zum Ar­ti­kel „Schrei­en­de Kin­der: Mann stoppt Be­trun­ke­ne“vom 12. Ju­ni:

Die Zi­vil­cou­ra­ge des jun­gen Man­nes im­po­niert mir. Je­doch fehlt mir im gan­zen Ar­ti­kel, auch in der Aus­sa­ge vom Lei­ter der Po­li­zei­in­spek­ti­on, Herrn Ger­not Has­mül­ler, et­was ganz Wich­ti­ges: Hil­fe­leis­tung ist un­se­re Pflicht, aber ganz oben steht das Recht und die Pflicht ei­nes je­den Hel­fen­den auf Ei­gen­si­che­rung und Ei­gen­schutz. In jüngs­ter Ver­gan­gen­heit ha­be ich mei­ne Er­s­teHil­fe-Kennt­nis­se auf­ge­frischt und das sehr be­wusst mit­ge­nom­men.

In Ih­rem Fall, ver­ehr­ter jun­ger Mann, dür­fen Sie in ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on nicht ein­grei­fen, weil Ih­re und ins­be­son­de­re auch die Ei­gen­si­cher­heit Ih­rer jun­gen Fa­mi­lie un­an­tast­bar ist, und hier ge­fähr­det war. Ich möch­te hier nicht der Ober­leh­rer sein, aber bei je­der un­se­rer Hil­fe­leis­tung muss die ei­ge­ne Si­cher­heit ge­währ­leis­tet sein. Um Miss­ver­ständ­nis­sen vor­zu­beu­gen, dass in vie­len Ret­tungs­fäl­len ein Ri­si­ko be­steht, ist un­strit­tig, aber des­halb be­nach­rich­ti­gen wir so schnell als mög­lich pro­fes­sio­nel­le Hel­fer, die ei­ne ent­spre­chen­de Aus­bil­dung ha­ben.

An­mer­ken möch­te ich noch: ei­ner Frau, die voll­trun­ken mit vier Kin­dern los­fährt, ge­hört der Füh­rer­schein le­bens­läng­lich ent­zo­gen.

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