Es ist die Ver­pa­cke­rei

Schwabmuenchner Allgemeine - - Meinung & Dialog - Pe­ter Gas­par, Mem­min­gen

Zu „Haus­hal­te wer­fen zu viel Es­sen weg“(Wirt­schaft) vom 10. Ju­ni:

Man wirft Le­bens­mit­tel nicht aus Bos­heit oder Ge­dan­ken­lo­sig­keit weg, son­dern über­wie­gend, weil es von der In­dus­trie meist so ver­packt ist, dass es je nach Haus­halts­grö­ße ent­we­der zu viel oder zu we­nig ist. In die­sem zwei­ten Fall muss man ei­ne wei­te­re Pa­ckung kau­fen, was zum glei­chen Er­geb­nis führt. Al­so soll­te man end­lich auf­hö­ren, uns die­se Ver­ant­wor­tung per­ma­nent in die Schu­he zu schie­ben, und lie­ber die In­dus­trie end­lich da­zu ver­pflich­ten, die sinn­lo­se und dop­pelt um­welt­schäd­li­che Ver­pa­cke­rei von Sa­chen (nicht nur in der Le­bens­mit­tel­bran­che), die ei­gent­lich gar nicht ver­packt wer­den müss­ten, end­lich auf­zu­ge­ben. Dann könn­ten wir die rich­ti­gen Men­gen kau­fen, und es wür­de auch er­heb­lich we­ni­ger Plas­tik im Müll lan­den. Und wenn wir die­sen Ge­dan­ken wei­ter­füh­ren, dann kom­men wir wie­der ein­mal zur Pro­ble­ma­tik mit den Groß­kon­zer­nen – und zur EU, die die­se kräf­tig för­dert zu­las­ten der hei­mi­schen Er­zeu­gung und Wirt­schaft.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.