Die Ge­fahr ist be­kannt

Schwabmuenchner Allgemeine - - Schwabmunchen - VON UWE BOLTEN re­dak­ti­on@schwab­mu­ench­ner all­ge­mei­ne.de

Es ist ein Un­fall ge­sche­hen, und schon er­klin­gen die Stim­men, die es im­mer schon wuss­ten, wie ge­fähr­lich die Kreu­zung ist. Dass ein Kreis­ver­kehr die Lö­sung sei und ei­ne der Ört­lich­keit an­ge­pass­te Ver­kehrs­in­sel nichts brin­ge. Zu­ge­ge­ben: Die Ver­kehrs­si­tua­ti­on an der Lech­fel­der Stra­ße ist, be­son­ders an Werk­ta­gen, mit ei­nem hö­he­ren Ri­si­ko zu be­wer­ten als an an­de­ren Stel­len in der Stadt. Und es ist er­freu­lich zu le­sen, wie vie­le Ver­kehrs­teil­neh­mer um die­sen Um­stand wis­sen.

Ge­nau das ist doch der Grund, ne­ben den er­grif­fe­nen Maß­nah­men, war­um so we­nig pas­siert. Ist ei­ne Ge­fahr be­kannt, stellt sich der Ver­kehrs­teil­neh­mer dar­auf ein und ist be­son­ders acht­sam. Es ist ein Leich­tes, Lö­sun­gen von der Stadt­ver­wal­tung zu for­dern, die mensch­li­ches Fehl­ver­hal­ten, bei­spiel­wei­se er­höh­te Ge­schwin­dig­keit oder Nicht­be­ach­ten der Vor­fahrts­re­ge­lung, kom­pen­sie­ren. Aber liegt es nicht an der Ei­gen­ver­ant­wor­tung von uns Ver­kehrs­teil­neh­mern, sol­che Lö­sun­gen un­nö­tig zu ma­chen? Wenn in na­her Zu­kunft ei­ne Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zung auf 30 St­un­den­ki­lo­me­ter kom­men soll­te oder ein Ver­kehrs­zei­chen auf die ge­fähr­li­che Kreu­zung hin­weist, wer­den die ne­ga­ti­ven Kom­men­ta­re über die Maß­nah­men und de­ren Wir­kung nicht ver­stum­men. Be­mer­kun­gen über das Fehl­ver­hal­ten man­cher Ver­kehrs­teil­neh­mer wä­ren an­ge­brach­ter.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.